Wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz

Wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz

REGENRÜCKHALTEBECKEN 1 FERTIGGESTELLT BAUMASSNAHME KOSTETE RUND 3,3 MILLIONEN EURO / GROSSE STADTFLÄCHE ANGESCHLOSSEN

Als einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz bezeichnete Bürgermeister Markus Günther das Regenüberlaufbecken 1 „Im Barnholz“. Das Becken ist fertig, Restarbeiten stehen noch an.

Walldürn. Zur Übergabe des Beckens hatten sich Vertreter der Stadt und der am Bau beteiligten Firmen, Ämter und Behörden versammelt. „Mit dem Neubau des Regenüberlaufbeckens 1 mit angeschlossenem Retentionsbecken leistet die Stadt Walldürn einen weiteren Beitrag zur Gewässerökologie und zum Umweltschutz“, sagte der Bürgermeister.

In den letzten Jahren habe die Stadt Walldürn viele Millionen Euro in den Bau von Regenüberlaufbecken investiert.

Der Bau des aktuellen Beckens hat rund 3,3 Millionen Euro gekostet. Planungsbeginn war im April 2016, die Plangenehmigung folgte im März 2017, im Mai des gleichen Jahres der Zuwendungsbescheid. Baubeginn war im Oktober 2017. Die Fertigstellung schließlich im Mai diesen Jahres.

2300 Liter pro Sekunde

An das Regenüberlaufbecken 1 (RÜB 1) ist eine kanalisierte Stadtfläche von rund 16,7 Hektar angeschlossen, sagte Günther weiter. Aus dieser Fläche wird dem RÜB 1 bei Regenwetter eine Wassermenge von 2300 Litern pro Sekunde zugeführt. Über den Zuleitungskanal „Nordost“ werden die Abwässer aus dem Bereich „Im Barnholz/ Buchener Straße“ dem Becken zugeführt. Für den Anschluss der Buchener Straße musste die Bahnlinie mit einer Rohrdurchpressung gequert werden. Mit dem Anschlusskanal „Südost“ werden die Gewerbeflächen gegenüber der Bahnlinie ebenfalls über eine Bahndurchpressung und einem Pumpwerk an das Regenüberlaufbecken angeschlossen.

Die Arbeiten haben im Oktober 2017 begonnen. Die umfangreichen Baumaßnahmen fanden im südlichen Bereich der Industriestraße „Im Barnholz“ und dem östlich der Bahnlinie liegenden Gewerbegebiet statt. Hierzu waren aus naturschutzrechtlicher und forstwirtschaftlicher Sicht auch vorbereitende Rodungsmaßnahmen durch die Forstverwaltung erforderlich.

300 Kubikmeter Volumen

Auf dem Bauplan standen unter anderem der Neubau des RÜB 1 in Stahlbetonbauweise mit circa 300 Kubikmetern Nutzvolumen einschließlich Regenentlastungsanlage in Erdbauweise mit einem Rückhaltevolumen von circa 2500 Kubikmetern. Um die Kanalisation östlich der Bahnlinie anschließen zu können, mussten unter der Bahnlinie drei Rohrdurchpressungen mit einem Rohrdurchmesser von 25 bis 50 Zentimetern ausgeführt werden.

Aufgrund der Geländetopographie war es erforderlich, das Abwasser Richtung Waldstraße zu pumpen. Hierfür waren unter anderem eine Regenwasserbehandlungsanlage und ein separates Abwasserpumpwerk im Bereich des Gewerbegebiets Südost (Buchener Straße) erforderlich. Um die betrieblichen Anlagen anfahren zu können, musste ein rund 450 Meter langer Forstweg entlang der Bahnlinie im derzeitigen Forstbereich angelegt werden.

Folgende Bauabschnitte wurden ausgeführt:

Drei Bahnquerungen DN 250 bis DN 500, Länge rund 75 Meter.

Anschlusskanal Nordost und Gewerbegebiet, DN 300 bis DN 1200, Länge circa 300 Meter.

Regenrückhalteanlage Industriestraße, Nutzvolumen 540 Kubikmeter, in Erdbauweise.

Regenüberlaufbecken 1, Nutzvolumen 300 Kubikmeter, in Stahlbetonbauweise.

Regenrückhalteanlage RÜB 1, Nutzvolumen 2500 Kubikmeter, in Erdbauweise.

Pumpanlage/Regenwasserbehandlung Gewerbegebiet Südost.

Anschluss Gewerbegebiet Südost, Druckleitung circa 450 Meter mit Forstweg.

Landschaftspflegerische Ausgleichsmaßnahmen.

Die Erd- und Betonarbeiten hat die Firma Boller aus Distelhausen ausgeführt, die maschinen- und elektrotechnischen Arbeiten übernahm die Firma UFT, Bad Mergentheim und die Planung und Bauleitung lag beim Ingenieur-Büro ibu aus Tauberbischofsheim.

Mit dem RÜB 1 sei man auf Eventualitäten wie Starkregenereignisse vorbereitet, so der Bürgermeister weiter, der allen am Bau beteiligten Firmen, Ämtern und Behörden dankte. Er hob die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor – ein Lob, dass die Vertreter der am Bau beteiligten Unternehmen zurückgaben. mar© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 13.06.2019

Acht weitere Bauplätze entstehen

Acht weitere Bauplätze entstehen

EIN NEUES BAUGEBIET ENTSTEHT IN ILMSPAN. NUN WAR SPATENSTICH FÜR DAS AREAL, DAS BEREITS IM JAHR 2000 ENTSTEHEN SOLLTE.

Ilmspan. Eigentlich könnten die Häuser im Bereich „Würzburger Weg“ schon längst stehen. Denn bereits ab dem Jahr 2000 hätte ein neues Baugebiet in Ilmspan im Würzburger Weg entstehen sollen. Solange existiert schon der Bebauungsplan.

Damals fing man etwas unterhalb mit der Erschließung eines ersten Bauabschnitts an. Aber weil es auf der landwirtschaftlich genutzten Fläche noch Pachtverträge mit einem Landwirt gab, wurde die Verbindung zum neuen Baugebiet nie hergestellt. Erst jetzt wird das nachgeholt.

Man wolle damit signalisieren, dass es auch für Ilmspan eine Zukunft gibt, wurde beim offiziellen Spatenstich deutlich. Der Trend, sich auf dem Land niederzulassen, hält an. Und so sei das Gelände in Ilmspan geradezu prädestiniert für den Neubau von Eigenheimen für junge Familien.

Auf einer Nettofläche von 5822 Quadratmetern entstehen acht Bauplätze. Hinzu kommen noch die Zuführungsstraßen und Grünflächen. Planer Ludwig Ohnhaus hatte die Pläne nochmals überarbeitet und an die heutige Zeit angepasst. Er hatte auch schon vor rund 20 Jahren die Planung übernommen.

Ortsvorsteher Hubert Kraus nannte beim Spatenstich die Vorzüge des Lebens in Ilmspan. Er war froh, „dass es jetzt endlich losgeht“. Der Ortschaftsrat war beim Spatenstich fast vollständig anwesend, ebenso wie die Nachbarn, die in den kommenden Monaten einiges an Lärm und Staub aushalten müssen. Doch das mache ihnen nichts aus, bekämen sie doch in Kürze neue Nachbarn, die man gerne ins Dorfleben integrieren möchte.

Bürgermeisterin Anette Schmidt sprach von einer „attraktiven und landschaftlich schönen Lage“ des Neubaugebietes. Schließlich könne man fast überall ins Tal und bis nach Schönfeld schauen. In Ilmspan sei das Neubaugebiet lange ersehnt worden, so die Bürgermeisterin, die beim Spatenstich fleißig mit anpackte. Neben Mitarbeitern der ausführenden Firma Boller Bau waren auch Vertreter des Energieversorgers und des Bauamtes anwesend, um dem Neubaugebiet die Ehre zu erweisen.

Zur Anbindung an das restliche Ortsgebiet wird der Gehweg auf einer Länge von 40 Metern ebenfalls neu gebaut. Somit kann man gefahrlos in ganz kurzer Zeit vom Neubaugebiet in den Altort mit seinen sozialen Bauten wie Bürgerhaus, Kindergarten oder Kirche gelangen.

Die Bauarbeiten werden sich bis zur Sommerpause hinziehen. Dann wird das Gelände nochmals vermessen und in Parzellen eingeteilt. Danach steht einem Verkauf der Grundstücke nichts mehr im Wege. Es sind bereits mehrere Kaufinteressenten da, berichtete Bürgermeisterin Schmidt. Mit einem Baubeginn kann dann Anfang 2020 gerechnet werden.

Sie und der Ortschaftsrat hoffen darauf, dass alle Bauplätze im kleinsten Ortsteil der Kommune schnell abgegeben werden können und sich Neubürger in Ilmspan ansiedeln.© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 16.04.2019

Im April startet zweiter Bauabschnitt der Sanierung Untere Vorstadtstraße

Im April startet zweiter Bauabschnitt der Sanierung Untere Vorstadtstraße

Walldürn. (rüb) „Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird Walldürn wieder ein vorzeigbares Eingangstor besitzen“, sagte Bürgermeister Markus Günther bei der Vorstellung der Pläne für den zweiten und dritten Bauabschnitt der Sanierung der Unteren Vorstadtstraße. Mitte/Ende 2020 soll es soweit sein.

Bis dahin werden die Anwohner sowie die Verkehrsteilnehmer einiges an Geduld aufbringen müssen. Doch es lohnt sich: „Das Ganze bedeutet eine Aufwertung für Walldürn“, ist sich das Stadtoberhaupt sicher. Mit dem zweiten Bauabschnitt, der von der Rudolf-Schick-Straße bis zur Einmündung Eisenbahnstraße führt, soll es im April losgehen.

Beim Vor-Ort-Termin gaben Bürgermeister Günther, Christian Berlin und Heike Schubert vom Stadtbauamt, Geschäftsführer Bernd Gehrig vom Büro Walter + Partner (Tauberbischofsheim), das Planung und Bauleitung übernimmt, sowie Geschäftsführer Steffen Boller und Bauleiter Michael Zwingmann von der Firma Boller-Bau (Distelhausen) Einblick in die Pläne.

Bereits in den Wintermonaten 2017/18 war der erste Bauabschnitt – von der Einmündung Marsbachstraße bis unter die Kuhnebrücke – verwirklicht worden. Ebenfalls 2017 war die neue Querspange, die ebenfalls zu Aufwertung des Areals der Unteren Vorstadtstraße beiträgt, gebaut worden.

Ende des Jahres soll es dann mit dem dritten Bauabschnitt weitergehen, der an der Einmündung Eisenbahnstraße beginnt. Foto: Rüdiger Busch

Der zweite Bauabschnitt umfasst Kanalarbeiten und den Ausbau der Unteren Vorstadtstraße bis zur Einmündung Eisenbahnstraße. Die Arbeiten sollen von April bis Oktober gehen. Die Kosten: 767.000 Euro.

Die Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung, sodass es auch zu Beeinträchtigungen der Anwohner kommen wird. Diese wurden von der Stadt bereits in einer Anwohnerversammlung informiert. Die Resonanz sei positiv gewesen, und man sei auf Verständnis für die Maßnahme und die damit verbundenen Einschränkungen gestoßen, betonte Bürgermeister Günther.

„Wir werden versuchen, den Anwohnern so weit wie möglich entgegenzukommen“, erklärte der Bürgermeister. Dies betrifft vor allem die Zufahrt der Anwohner zu ihren Grundstücken, die während der Bauphase nur eingeschränkt möglich sein wird. „Wenn es Probleme gibt oder für spezielle Wünsche und Anliegen zum Beispiel bei einer Anlieferung stehen bei der Baufirma und bei der Stadt Ansprechpartner zur Verfügung“, sagte Heike Schubert vom Stadtbauamt und sicherte einen „kurzen Dienstweg“ zu.

Der dritte Bauabschnitt endet im Kreuzungsbereich von Unterer Vorstadtstraße und Adolf-Kolping-Straße. Foto: Rüdiger Busch

Während der zweite Bauabschnitt in Kürze in Angriff genommen wird, laufen die Planungen für den dritten und letzten Teilabschnitt parallel auf Hochtouren. Dieser geht vom Kreuzungsbereich der Eisenbahnstraße bis zur Adolf-Kolping-Straße. Die Ausschreibung soll im Juli/August erfolgen und der Auftrag soll im September/Oktober vergeben werden. „Im November könnte dann bereits Baubeginn sein“, sagte Stadtbauamtsleiter Christian Berlin, sodass ein nahtloser Übergang von der einen zur nächsten Baustelle gewährleistet wäre.

Das östliche Eingangstor der Wallfahrtsstadt könnte dann ab Mitte/Ende 2020 in neuem Glanz erstrahlen. Der Bürgermeister erhofft sich durch das Großprojekt auch Impulse auf private Maßnahmen, die ebenfalls eine Aufwertung des Straßenzugs bedeuten würden.

„Es hat sich schon einiges getan, und es tut sich noch einiges in diesem Bereich“, freute sich Bürgermeister Günther und spielte damit auch auf die 2017 geschaffene Querspange von der Unterren Vorstadtstraße zum Bettendorfring an. Für das laufende Jahr sei dort die Gestaltung von Grünflächen vorgesehen.

Umsonst ist das alles natürlich nicht zu haben, doch auch hier gibt es Positives zu verkünden: Aus Mitteln des Gemeindeausgleichstocks und des Förderprogramms Wasserwirtschaft trägt das Land bis zu 80 Prozent der Kosten …

Vorfreude auf einen großen Kindergarten

Vorfreude auf einen großen Kindergarten

SPATENSTICH FÜR NEUBAU IM QUARTIER „MARIA HILF“ 120 BETREUUNGSPLÄTZE / FÜNF MILLIONEN EURO WERDEN INVESTIERT / FERTIGSTELLUNG IM AUGUST 2020 ANGEPEILT

Bad Mergentheim

Sechs Gruppen zur Betreuung von Kindern umfasst der künftige Kindergarten „Maria Hilf“. Der offizielle Spatenstich für das 5-Millionen-Euro-Projekt erfolgte gestern.

Bad Mergentheim. Groß war die Kinderschar und groß war auch die Anzahl der Projektverantwortlichen und der (Ehren-)Gäste beim offiziellen Spatenstich für den neuen Kindergarten „Maria Hilf“ zwischen Stadtkloster und Pflegeheim „Carolinum“, an der Ecke Würzburger Straße/Marienstraße. Gemeinsam feierte man den Beginn des Millionenprojekts. Im August 2020, so das Ziel, soll das Gebäude bezugsfertig sein.ANZEIG 

„Bei bombastischem Wetter begrüße ich als erstes die Kinder des Kindergartens ’Maria Hilf’, denn sie stehen heute im Mittelpunkt, denn sie sind es, die bis August 2020 hier ein neues Zuhause bekommen“, hieß Peter Striffler, der Leiter des Katholischen Verwaltungszentrums Bad Mergentheim, alle Zuhörer auf der Baustelle willkommen. Er dankte auch allen Gästen, die mit ihrem Erscheinen ihre Verbundenheit zu diesem Großprojekt ausdrücken würden. „Es ist die größte Baustelle des katholischen Dekanats Mergentheim“, fuhr Striffler begeistert fort und bezeichnete den offiziellen Spatenstich als „Festtag“.

Dekan Ulrich Skobowsky griff zunächst zur Gitarre und stimmte mit den Kindergartenkindern das Lied „Komm, bau’ ein Haus“ an. An die Kinder gewandt, die bereits mit Helmen und Plastikschaufeln ausgestattet bereit standen, sagte Skobowsky danach: „Ein neues Haus zu bauen, ist aufregend! Und das hier gibt ein sehr großes Haus. Das Fundament stimmt und ist gut und alle wirken zusammen, damit das Projekt gelingt.“

„Passt sehr gut in die Zeit“

Der Dekan betonte auch, dass „ein christlicher, ja, katholischer Kindergarten“ sehr gut in die Zeit passe, trotz aller Probleme und Schwierigkeiten der Kirche im Allgemeinen. Die Werte der Nächstenliebe und der Ehrfurcht, das Lernen an Beispielen und das Entdecken von Neuem, die Neugier und die Achtsamkeit stünden hier im Mittelpunkt. Das Wort „Katholisch“ komme aus dem Griechischen und meine auf Deutsch: „Das Ganze im Blick haben und alle im Blick haben. Es geht um die Einzigartigkeit jedes Kindes und darum, dass das Leben nur gemeinsam gelingt.“

Weiter sagte Skobowsky: „Wir nehmen die Kinder wie sie sind!“ Auch der neue Kindergarten sei ein Ort, „wo wir lernen, einander helfen und füreinander da sind und Vertrauen lernen – über die üblichen Grenzen hinweg, die uns so oft daran hindern, etwas gemeinsam zu machen“.

„Ich danke für das Vertrauen der Stadt und aller am Projekt Beteiligten“, schloss der Dekan seine Ausführungen und übergab an Oberbürgermeister Udo Glatthaar. Dieser meinte hocherfreut: „Hier geht heute etwas los, es ist ein wahrer Tag der Freude.“ An der Ecke Würzburger Straße/Marienstraße entstehe „eines der schönsten Gemeinschaftsprojekte der Stadt Bad Mergentheim mit der katholischen Kirchengemeinde“. Elf Stadträte würden dies durch ihre Anwesenheit beim Spatenstich unterstreichen.

„Wir bauen hier ein gemeinsames Haus und schaffen mit dem gesamten Quartier ’Maria Hilf’ einen sozialen Leuchtturm“, so Udo Glatthaar, der schließlich ein klares Bekenntnis zur katholischen und evangelischen Kirche ablegte – sie seien „wichtige Partner der Stadt“.

„Wir freuen uns“

Der Rathaus-Chef sprach weiter von einer „tollen Zukunft auf diesem Gelände“, das ja auch noch einen Neubau des Pflegeheims erfahre, während gegenüber gerade das neue Stadtkloster (ehemaliges Kapuzinerkloster) entsteht. „Wir freuen uns auf die Fertigstellung der 120 Betreuungsplätze im Jahr 2020“, meinte Glatthaar und ergänzte: „Parallel baut die Stadt in Kürze einen neuen Kindergarten im Auenland mit vier Gruppen – wir tun also sehr viel für die Kinderbetreuung in unserer wachsenden Stadt.“

Die Gesamtkosten des neuen Kindergartens „Maria Hilf“ („ein dreistöckiger, kompakter Neubau) mit seinen sechs Gruppen bezifferte Architekt Martin Wolf vom Büro Wolf-Sedat in Weikersheim auf rund fünf Millionen Euro. Er berichtete von einem „großen Wurf“ auf dem Areal, nachdem dort auch das Pflegeheim neu entstehe. Begonnen hatte für ihn alles bereits im Juli 2014 als zunächst noch die Sanierung des Kindergartens in der Friedenstraße überlegt wurde. Drei Jahre später – also 2017 – erfolgte laut Wolf der Neustart der Planungen für ein künftiges Quartier „Maria Hilf“.© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 27.02.2019

„Das Grundkapital eines jeden Unternehmens“

„Das Grundkapital eines jeden Unternehmens“

BOLLER BAU ZAHLREICHE MITARBEITER FÜR LANGJÄHRIGE BETRIEBSZUGEHÖRIGKEIT IN EINER FEIERSTUNDE GEEHRT

Die Geschäftsführer der Firma Boller Bau Distelhausen und Bürgermeister Wolfgang Vockel (Fünfter von rechts) ehrten in einer Feierstunde langjährige Mitarbeiter.© Boller Bau

Distelhausen.Im Rahmen einer Feierstunde ehrte das Bauunternehmen Boller-Bau GmbH aus Distelhausen zahlreiche Mitarbeiter für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit. Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Steffen Boller nahmen er und sein Vater Michael Boller sowie Bürgermeister Wolfgang Vockel die Ehrungen für zehn, 25 und 40 Jahre Betriebszugehörigkeit vor. In einer kurzweiligen Laudatio über jeden Mitarbeiter wurden Urkunden und ein Präsent überreicht.

Steffen Boller betonte die Wichtigkeit von guten Mitarbeitern und war stolz, dass viele Mitarbeiter der Firma so lange die Treue gehalten haben. Gute Mitarbeiter seien das Grundkapital einer jeden Firma. Steffen Boller dankte seinen Mitarbeitern für den unermüdlichen Einsatz und Fleiß. Sie hätten in den letzten Jahrzehnten alle Phasen der Wirtschaftsabläufe insbesondere Hochkonjunktur, Abschwung und Rezession miterlebt und haben trotz Krisenzeiten der Firma die Treue gehalten.ANZEIGEANZEIGE

Bürgermeister Wolfgang Vockel überreichte nach seiner Ansprache Urkunden des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Tauberbischofsheim sowie ein Präsent für 40 Jahre im Betrieb.

Geehrt wurden für zehn Jahre: H. Bohlig, S. Emmel, A. Schweder, S. Hartmann, U. Otto, K. Walzenbach, T. Wieczorek (es fehlten: A. Roth, E. Schirmacher, A. Hahn); für 25 Jahre: G. Höcherl, H. Kellenbenz, R. Schmied, H. Kaufmann, K. Link, M. Neumärker, H. Vollmer und für 40 Jahre: R. Freisleben und T. Göll (fehlt).© Fränkische Nachrichten, Freitag, 22.02.2019

Wohn- und Lebensqualität verbessert

Wohn- und Lebensqualität verbessert

STRASSENÜBERGABE AUSBAU DER HANS-SCHMIDT-, DR. KERN- UND TEILE DER BERGSTRASSE / „RUNDUM GELUNGENES WERK“

Nach erfolgreichem Ausbau der Hans-Schmidt-, Dr. Kern- und Teile der Bergstraße wurden die Straßen gestern offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Bürgermeister Ottmar Dürr durchtrennte dabei symbolisch ein Band.© Bernhard Müller (ber)

Viele Komplimente gab es gestern für den gelungenen Ausbau der Hans-Schmidt-, Dr. Kern- und Teile der Bergstraße in Niklashausen.

Niklashausen. Freude über „ein rundum gelungenes Werk“, wie Bürgermeister Ottmar Dürr sagte, herrschte gestern bei der offiziellen Straßenübergabe in Niklashausen. Hier war im vergangenen Jahr die Hans-Schmidt-, die Dr. Kern- und Teile der Bergstraße mit der Erneuerung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung ausgebaut worden.ANZEIGEANZEIGE

„In einer Superzeit von nur knapp acht Monaten“ sei die Maßnahme von allen am Bau Beteiligten zur vollsten Zufriedenheit bewerkstelligt worden, sparte Bürgermeister Dürr nicht an Komplimenten. Mit 1,2 Millionen Euro sei hier das größte Projekt im Haushalt 2018 umgesetzt worden. Dabei blieb man mit den Kosten unter den veranschlagten 1,4 Millionen.

Förderung durch das Land

In diesem Zusammenhang sprach Dürr dem Gemeinderat seinen Dank für die Zustimmung und dem Land für die finanzielle Förderung der Baumaßname aus. So seien immerhin 62 Prozent der Kosten aus dem Ausgleichsstock und aus Töpfen für die Kanalsanierung gefördert worden. „Das macht uns zufrieden und glücklich“ , betonte Dürr, dass man weiterhin auf Zuschüsse vom Land angewiesen sei. Seine Anerkennung sprach der Bürgermeister ebenso den Anwohnern aus, die die Maßnahme ohne jede Beschwerde mitgetragen haben.

Bei der Baumaßnahmen seien rund 2100 Quadratmeter Straße und 260 Quadratmeter Gehweg erneuert worden. Für die Abwasserentsorgung wurden 335 Meter neue Kanalrohre verlegt. Bei der Wasserversorgung habe man mit dem realisierten Ringschluss den früheren Ablagerungen ein Ende bereitet. „Die braune Brühe gehört der Vergangenheit an“, so der Rathauschef.

Neue Straßenbeleuchtung

Bei der Maßnahme seien zudem 1,4 Kilometer Leerrohre für die spätere Glasfaserversorgung und 13 LED-Lampen für die Straßenbeleuchtung installiert worden. „Mit der Realisierung des Projekts wurde die Wohn- und Lebensqualität der Anwohner in hohem Maße verbessert“, betonte Bürgermeister Dürr.

Nach anfänglicher Skepsis wegen der beengten Verhältnisse in manchen Straßenbereichen habe er sich gerne eines Besseren belehren lassen, erklärte Ortsvorsteher Walter Hess.

Die Mitarbeiter der Firma Boller seien „äußerst rücksichtsvoll und hilfsbereit“ gewesen. „Es war fantastisch“, das zu sehen. Unter anderem hätten die Anwohner die Mitarbiter mit Kaffee und Kuchen oder mit Getränken versorgt.

Mit dem Durchschneiden des Bandes durch Bürgermeister Dürr erfolgte schließlich die offizielle Straßenübergabe.

Spontan hatte der Bürgermeister die Mädchen und Jungen des Kindergartens „Abenteuerland“ dazugenommen, die gerade von der Polizei in Sachen Verkehrserziehung in geschult wurden.© Fränkische Nachrichten, Freitag, 25.01.2019

Tolle Verbindung von Theorie und Praxis

Tolle Verbindung von Theorie und Praxis

DIE AN DER LERNWERKSTATT „BAU-HAND-WERK“ TEILNEHMENDEN SCHÜLER HABEN IHRE ZUM ABSCHLUSS DES PROJEKTS GEBAUTE SITZGRUPPE AN DIE SCHULE ÜBERGEBEN

Die Schüler der achten Klasse der Werkrealschule sind stolz auf ihr professionelles Ergebnis, das sie innerhalb von einer Woche mit ihren Projektpartnern aus Beton und Teakholz angefertigt haben.

Die Lernwerkstatt „Bau-Hand-Werk“ wurde von der Handwerkskammer Heilbronn-Franken ins Leben gerufen, um Schüler schon frühzeitig für Handwerksberufe und praktische Arbeit zu begeistern. Gemeinsam mit der Architektur- und Bauschule Baukasten in Bremen, der Gewerblichen Schule Tauberbischofsheim, den Firmen Boller Bau und Konrad Bau und finanziell unterstützt von der städtischen Bürgerstiftung wurde das Projekt erstmals am Schulzentrum am Wört in Tauberbischofsheim angeboten.

Schulleiter Christian Wamser, der allen Partnern, Betrieben und beteiligten Lehrern dankte, freute sich über die tolle Verbindung von Theorie und Praxis. Luise Lübke, die als Konzeptverantwortliche von der Architektur- und Bauschule Baukasten die Schüler betreut hatte, betonte die Wichtigkeit des „Ausprobierens“ und „Anschauens“ für die Schüler, immerhin gebe es 30 verschiedene Berufe im Bauhandwerk und immer weniger Auszubildende in diesem Bereich. „Die Schüler haben fürs Leben gelernt“, so Lübke.

Zum Schluss stellten die Schüler selbst kurz dar, wie sie die Woche über gearbeitet hatten. „Wir hatten sehr viel Spaß dabei und fanden es toll zu sehen, wie das alles Schritt für Schritt gemacht wird“, so eine Schülerin. Zum Dank überreichten sie den Beteiligten ein kleines Präsent.

Die Lernwerkstatt Bau-Hand-Werk ermöglicht den Schülern über den Weg der Architektur vertiefende Einblicke in das Bauhandwerk und die dazugehörigen Berufe. Dafür nehmen die Schüler rund drei Monate lang vier Stunden Zusatzunterricht pro Woche in Kauf. Die Lernwerkstatt ist in vier Module aufgeteilt: kulturhistorischer Kontext, Experimentieren, Bauauftrag und Praxiswoche. An der Lernwerkstatt im Main-Tauber-Kreis ist die Gemeinschaftsschule Wertheim, das Schulzentrum am Wört Tauberbischofsheim und die Kopernikus-Realschule Bad Mergentheim beteiligt. Die Gewerbliche Schule Tauberbischofsheim begleitet die allgemein bildenden Schulen als Partner über das gesamte Schuljahr.

Ein großes Projekt für Markelsheim

Ein großes Projekt für Markelsheim

ENORM GROSSES BESUCHERINTERESSE VERZEICHNETE EINE BÜRGERINFOVERSAMMLUNG ZUM BEVORSTEHENDEN ERSATZNEUBAU DER TAUBERBRÜCKE IN MARKELSHEIM

© Peter D. Wagner Markelsheim. Bei dem Informationsabend in der fast komplett gefüllten Markelsheimer Turn- und Festhalle, der gemeinsam von Ortschaftsrat, Stadt Bad Mergentheim und Landkreis veranstaltet wurde, standen Details des Brückenneubaus sowie der geplanten Maßnahmen zur Verkehrsumleitung und eines Brückenprovisoriums während der rund einjährigen Bauphase im Mittelpunkt. Zudem standen neben Ortsvorsteherin Claudia Kemmer und Oberbürgermeister Udo Glatthaar der Projektplaner Christian Meißner und Amtsleiter Markus Metz vom Straßenbauamt des Main-Tauber-Kreises als auch Stadtbaudirektor und Fachbereichsleiter Bernd Straub sowie Sachgebietsleiter „Tiefbau und technische Dienste“ Xaver Halbmann seitens der Stadt Bad Mergentheim für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

„Es gab von Beginn an bei allen beteiligten Seiten sowohl Übereinstimmung, dass ein Brückenneubau notwendig werde, als auch dass es für die Bauzeit eine Behelfsbrücke geben müsse, um weite Umwege aufgrund Umleitungen für den Normalverkehr zu vermeiden“, betonte Glatthaar. Die sehr rege Besucherresonanz belege, dass die Thematik nicht nur für die Bürger aus Markelsheim, sondern auch darüber hinaus von hoher Bedeutung sei. Nachdem der Kreistag das Bauprojekt einstimmig beschlossen habe und die Vergabe der Arbeiten erfolgt sei, stehe die Realisierung unmittelbar bevor.

Als weiteres Projektthema nannte Glatthaar die Restaurierung der beiden Brückenfiguren Kilian und Urban sowie eine Wiederherstellung des Heiligen Nepomuks als dritte Figur. Diese sei nach Kemmers Angaben bei der Sprengung der Brücke in der letzten Kriegsphase 1945 unwiederbringlich zerstört worden und habe nicht wie die beiden anderen Brückenschutzpatrone durch Sanierung wiederhergestellt werden können.

Laut Glatthaar werde bei der Stadt Bad Mergentheim ein Spendenkonto zur Restaurierung der beiden bestehenden Brückenheiligen sowie zur Schaffung der neuen Nepomuk-Statue eingerichtet.

„Ein großes Projekt steht uns bevor“, unterstrich Claudia Kemmer. Sicherlich habe die Erneuerung der 1952 bis 1953 errichteten Altbrücke Auswirklungen auf den lokalen Verkehr sowie auf Tourismus, Gastronomie und Gewerbe, dies sei von den verantwortlichen Planern jedoch bei den Lösungsplanungen so weit wie möglich berücksichtigt worden. „Es wird gewisse Beeinträchtigungen geben, ich denke aber, dass ein gutes Ergebnis gefunden wurde“, betonte die Ortsvorsteherin, die zudem die gute Zusammenarbeit der Beteiligten hervorhob.

Im Anschluss stellten Christian Meißner vom Landratsamt und weitere Akteure die Planungen und Abläufe für den Brückenneubau sowie die damit einhergehenden provisorischen Fußwege und Straßenumleitungen vor. Nachrechnungen und Untersuchungen durch ein Ingenieurbüro im Jahr 2016 hätten gezeigt, dass statische Nachweise nicht erfüllt werden könnten und eine Sanierung unwirtschaftlich sei. Daraufhin sei einerseits zum Beispiel eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h und ein Gewichtslimit von 30 Tonnen pro Fahrspur eingeführt worden, andererseits habe man mit der Planung eines Ersatzneubaus begonnen. Weitere wesentliche Eckpunkte seien im Juni 2018 die Aufnahme in den kommunalen Sanierungsfond für Brückenbauwerke und im Oktober die Vergabe der Bauleistung an die Firma Boller Bau in Distelhausen durch den Kreisrat gewesen.

Im ersten Bauabschnitt gehe man noch in diesem Dezember insbesondere die Verlegung bestehender Leitungen an. Nach Einrichtung eines Brückenprovisoriums werde ab Februar der Kfz-, Rad- und Fußgängerverkehr über eine Behelfsumgehung geleitet. Gleichzeitig erfolgen der Abriss der alten und der Baubeginn der neuen Brücke.

Die asphaltierte Behelfsumfahrung zur Aufrechterhaltung des örtlichen Verkehrs führe unter anderem über die Grünfläche „Esel“, für Kfz und Radfahrer über die vorhandene Brücke nebst einer provisorischen Parallelbrücke für Fußgänger über den Mühlkanal sowie über eine Behelfsbrücke gemeinsam über die Tauber. Die Umfahrung werde durch die Hochwassertore geführt, so dass keine Eingriffe in den Damm notwendig seien. Zwischen dem nördlichen Hochwassertor und der provisorischen Tauberquerung werde der Verkehr auf dem einspurigen Fahrstreifen durch eine Lichtsignalanlage geregelt. Zudem erhalte die Behelfsstrecke ebenfalls eine Gewichtsbeschränkung von 30 Tonnen und ein Tempolimit von 30 km/h. Zusätzliche Schilder sollen auf die Sperrung für Sattel- und Gliederzüge hinweisen. Für Schwerlastverkehr über 30 Tonnen oder bei Sperrung der Behelfsumfahrung bei Hochwasser werde eine weitläufigere Umleitung ausgeschildert.

„Das Projekt ist sehr wichtig, ich hoffe, Sie sagen alle, das Projekt ist auch richtig“, meinte Glatthaar in einem Schlusswort nach einer sachlich geführten Frage- und Diskussionsrunde.© Fränkische Nachrichten, Samstag, 24.11.2018© Peter D. Wagner

Dienstälteste Mitarbeiterin verabschiedet

Dienstälteste Mitarbeiterin verabschiedet

ALS DIENSTÄLTESTE MITARBEITERIN DER FIRMA BOLLER-BAU GMBH WURDE RITA GEHRIG NACH MEHR ALS 46 JAHREN IM RAHMEN EINER FEIERSTUNDE VON GESCHÄFTSFÜHRUNG UND KOLLEGEN IN DEN RUHESTAND VERABSCHIEDET

Distelhausen. „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken wir auf die letzten 46 Jahre zurück. Mit einem weinenden Auge, weil wir dich sehr vermissen werden, und einem zugleich glücklichen Auge, weil wir uns für dich freuen. Heute müssen wir dich in den wohlverdienten Ruhestand ziehen lassen.“

So begann Geschäftsführer Michael Boller seine Laudatio zur Verabschiedung seiner langjährigen Mitarbeiterin. Am 1. November 1971 sei Gehrig als Auszubildende in das Unternehmen gekommen. Nach erfolgreichem Abschluss habe sie sich schnell in den Bereich Lohn- und Personalwesen eingearbeitet. Dieses durchaus sehr anspruchsvolle Metier „Baulöhne“ habe sie in all den Jahren mit großer Routine und Bravour gemeistert.

„Sie war sich niemals für eine Überstunde zu schade und hat stets dafür gesorgt, dass alle Mitarbeiter immer pünktlich ihren Lohn erhielten“, so Michael Boller.

Verbundenheit und Identifikation

Gehrig habe sich auch in den stressigen und hektischen Momenten, die das Berufsleben so mit sich bringt, durch nichts aus der Ruhe bringen lassen und habe ihren Alltag stets mit kühlem Kopf und gelassen gemeistert. Mehr als 46 Jahre in ein und derselben Firma arbeiten – für viele sei das heutzutage kaum noch vorstellbar beziehungsweise aufgrund von Schulbildung und Studium einfach nicht erreichbar. Für die beiden Geschäftsführer, die in der Vergangenheit bereits häufiger langgediente Mitarbeiter ehren und verabschieden durften, ein klares Zeichen von tiefer Verbundenheit und Identifikation mit der Marke Boller-Bau.

Dafür dankte Boller, gratulierte zum Rentendasein und wünschte für den neuen Lebensabschnitt alles Gute. Als Zeichen der Anerkennung überreichten die beiden Geschäftsführer Boller einen Blumenstrauß und ein Präsent.

Im Nachgang sprach noch ein Vertreter der Belegschaft einige Worte und dankte für die stets kollegiale und angenehme Zusammenarbeit mit Rita Gehrig und überreichte im Namen der Kollegen ebenfalls ein Präsent.© Fränkische Nachrichten, Samstag, 28.04.2018

Nach über 46 Jahren bei der Firma Boller-Bau wurde Rita Gehrig von den Geschäftsführern Michael und Steffen Boller in den Ruhestand verabschiedet.© Boller-Bau

35 neue Bauplätze in idealer Lage

35 neue Bauplätze in idealer Lage

STARTSCHUSS ZUR ERSCHLIESSUNG DES BAUGEBIETS LAURENTIUSBERG: AM DONNERSTAG FAND DER SPATENSTICH STATT. AUF DEM AREAL ENTSTEHEN 35 NEUE EINFAMILIEN- UND DOPPELHAUS-BAUGRUNDSTÜCKE

© Fabian Greulich

Nachdem der Gemeinderat am Mittwoch „grünes Licht“ gab, fand gestern der Spatenstich zur Erschließung des Baugebiets Laurentiusberg statt. Mit den Arbeiten wurde umgehend begonnen.

Tauberbischofsheim. Die Erschließung des Neubaugebiets Laurentiusberg stellt einen weiteren wichtigen Schritt in der Konversion des ehemaligen Kasernengeländes dar.

„Hier entstehen 35 neue Bauplätze in idealer Lage. Wir sind davon überzeugt: Das wird ein familienfreundliches und attraktives Baugebiet“, freute sich Bürgermeister Wolfgang Vockel und begrüßte zahlreiche Vertreter der an Bau und Planung des Gebiets beteiligten Firmen sowie des Gemeinderats. Die Grundstücke würden sich aber nicht allein durch ihre hervorragende Lage auszeichnen. Mit einem Glasfaseranschluss für jedes Anwesen sei auch bereits an die digitale Zukunft gedacht.

Die Erschließung erfolgt in einem Bauabschnitt und soll bis Ende September abgeschlossen sein. Dann stehen insgesamt 35 Einfamilien- und Doppelhaus-Baugrundstücke auf dem Laurentiusberg für Kaufinteressenten, die sich ab sofort bei der Stadtverwaltung bewerben können, zur Verfügung.

Während der Bauarbeiten werden auf dem ehemaligen Sportgelände der Kaserne rund 360 Meter Hauptkanalleitungen, 650 Meter Wasserleitungen und 1000 Meter Leerrohre verlegt.

Insgesamt werden, so Vockel, etwa 33 000 Quadratmeter Fläche umgestaltet, davon 4400 Quadratmeter Straßenfläche. Noch eine imposante Zahl: Rund 20 000 Kubikmeter Erdreich werden bei der Maßnahme bewegt.

Die Gesamtkosten für die Erschließung in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro werden von der Stadt komplett vorfinanziert. Erst durch den Erlös der Grundstücksverkäufe erfolgt ein Ausgleich der Baukosten. Im Falle des Verkaufs aller 35 Grundstücke rechnet die Stadt mit Einnahmen von rund 3,4 Millionen Euro.

Bereits am Mittwoch stimmte der Gemeinderat der Vergabe der Bauleistungen für die Erschließung an die Boller-Bau GmbH (Tauberbischofsheim) in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro zu. Planungsleistungen und Bauüberwachung liegen in Händen des Ingenieurbüros Walter und Partner (Tauberbischofsheim).

„Konversion kann auch eine Chance sein“, stellte der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag, Professor Dr. Wolfgang Reinhart, in seinem Grußwort fest. Dies könne man am Beispiel des Geländes auf dem Tauberbischofsheimer Laurentiusberg eindrucksvoll erkennen. „Hier wird enorm investiert und die Stadt fit für die Zukunft gemacht. In Zeiten, in denen Wohnraum in den Ballungszentren unbezahlbar wird, geht man in Tauberbischofsheim damit den richtigen Weg“, sagte Reinhart.

Festgesetzt wurde im Rahmen der Sitzung zudem der Verkaufspreis für die einzelnen Baugrundstücke auf dem Laurentiusberg. Diese sind in fünf Preiszonen mit Quadratmeterpreisen zwischen 130 und 149 Euro aufgeteilt (inklusive Erschließungsbeiträge). Für jedes Kind unter 18 Jahren, welches über kein eigenes Einkommen verfügt und im elterlichen Haushalt lebt, wird ein „Baukindergeld“ in Höhe von fünf Euro pro Quadratmeter gewährt. Familien, die innerhalb von drei Jahren Nachwuchs bekommen, erhalten 1500 Euro „Kindergeld“. Die Grundstücksgrößen beginnen bei 515 Quadratmetern.

„Schön, dass es losgeht. Wir freuen uns, dass mit dieser Maßnahme wieder attraktive Baugrundstücke im Kernstadtbereich entstehen“, betonte Kurt Baumann (CDU). Bernd Mayer (Bürgerliste) schloss sich an:

„Die getroffene Regelung ist genau die Richtige. Wir freuen uns, dass auf dem Laurentiusberg bald gebaut werden kann.“

Rolf Grüning (EBT) sagte: „Auch wenn wir uns ein noch höheres Baukindergeld gewünscht hätten, sind die Preise in Ordnung“.© Fränkische Nachrichten, Freitag, 23.02.2018