Tauberbrücke in Markelsheim provisorisch freigegeben

Tauberbrücke in Markelsheim provisorisch freigegeben

Markelsheim hat seinen gewohnten Ortszugang wieder. Am Freitag ist rund 14 Monate nach dem Abriss der alten Überquerung die neue Tauberbrücke provisorisch für den Verkehr frei gegeben worden. Landrat Reinhard Frank durchschnitt gemeinsam mit Oberbürgermeister Udo Glatthaar, Ortsvorsteherin Claudia Kemmer und Michael Boller von der Firma Boller-Bau im Beisein von Kreisstraßenbauamtsleiter Markus Metz symbolisch das Flatterband zur Eröffnung.

Als gelungenes Werk und als „eine der schönsten, die der Main-Tauber-Kreis je gebaut hat“ würdigte Landrat Reinhard Frank die neue Tauberbrücke, so die Pressemitteilung des Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Sie sei mit erweiterter Tonnage leistungsfähig und bereichere das Tor zu Markelsheim. Der Neubau mit Gesamtkosten von rund 4,65 Millionen Euro sei auch ein Stück weit ein Gemeinschaftswerk. Nicht zuletzt mit der Hinzufügung einer Nepomuk-Statue als drittem Brückenheiligen neben St. Kilian und St. Urban habe sich die Stadt Bad Mergentheim mit eingebracht.

Das Gemeinschaftswerk betonte auch Oberbürgermeister Udo Glatthaar.  Zudem sei die Brücke mit breiteren Gehwegen bereichert worden und weise eine Nutzlast über 30 Tonnen auf. Nun müsse allerdings die Behelfsbrücke wieder rückgebaut werden, da sie im gefährdeten Hochwasserschutzgebiet stehe.

Ortsvorsteherin Claudia Kemmer richtete ihren Dank für die „wunderbare Brücke“ an Landrat Frank. Der Wein- und Tourismusort habe diesen schönen Ortseingang verdient.

Viel Engagement für das Unternehmen gezeigt

Viel Engagement für das Unternehmen gezeigt

BOLLER-BAU GESCHÄFTSFÜHRUNG VERABSCHIEDETE BEI DER JAHRESABSCHLUSSFEIER VIER LANGJÄHRIGE UND VERDIENTE MITARBEITER IN DEN WOHLVERDIENTEN RUHESTAND

Distelhausen. Die Verwaltung von Boller-Bau traf sich in Dittigheim zur Jahresabschlussfeier 2019 und zum Jahresauftakt der Bausaison 2020. In dieser informativen und geselligen Runde wurden auch vier langjährige Mitarbeiter in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Geschäftsführer Steffen Boller dankte zunächst den Mitarbeiter für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit. Er ließ das abgelaufene Jahr 2019 Revue passieren und erwähnte einige wichtige Meilensteine und Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres. Im Anschluss gab er einen kurzen Ausblick auf das neue Jahr und bereits anstehende Bauprojekte.

Nach der Ansprache von Steffen Boller übernahm sein Vater Michael Boller das Wort und hat in einer emotionalen Rede vier langjährige und verdiente Mitarbeiter in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Er blickte in seiner Rede auf die Karriere eines jeden einzelnen Mitarbeiters zurück und ließ die anwesenden Kollegen im Zeitraffer daran teilhaben.

Verabschiedet wurden: Frieder Tuchscher nach einer mehr als 15-jährigen und unfallfreien Tätigkeit als Baggerfahrer.

Matthias Liebers nach mehr als 30 Jahren als Maurer und Polier im Hochbau.Bereits 1968 trat Emil Reinhart als Auszubildender in das Bauunternehmen Boller ein. Nach einer kurzen Unterbrechung durch die Bundeswehr, kehrte er wieder in das Unternehmen zurück und kann auf eine 48-jährige Karriere, zuerst im Hochbau, später als Polier im Tief- und Straßenbau zurückblicken.

Zu guter Letzt wurde Heinz Kellenbenz in den Ruhestand verabschiedet. Dieser trat 1993 als Kalkulator im Tiefbau und Leiter der Asphalt- und Straßenbauabteilung in das Unternehmen ein und verlässt dieses heute nach 26 Jahren im stolzen Alter von 79 Jahren.

„Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die hier zu verabschiedenden Mitarbeiter noch zur ‚alten Garde‘ und einer ganz besonderen Generation gehören. Diese musste in ihrer Kindheit teilweise mit Entbehrungen leben, welche heute nicht mehr vorstellbar sind. Doch durch Fleiß, Eifer und einem unbändigen Willen etwas zu bewegen, haben sich die vier Rentner nach oben gearbeitet und können mit Stolz auf das Geleistete zurück blicken.“ so Michael Boller.

Im Nachgang dankte er noch den anwesenden Ehefrauen für ihre Geduld und ihr Verständnis, wenn auf den Baustellen abends länger oder auch samstags gearbeitet werden musste und überreichte einen Blumenstrauß. bbd© Fränkische Nachrichten, Freitag, 31.01.2020

Vier Männer der „alten Garde“ wurden bei der Firmenfeier von Boller-Bau verabschiedet.

© Boller Bau

„Ein schönes Eingangstor in die Stadt“

„Ein schönes Eingangstor in die Stadt“

SANIERUNG DER UNTEREN VORSTADTSTRASSE EIN WEITERER GROSSER SCHRITT IST GETAN / KOSTEN FÜR DEN BAUABSCHNITT LAGEN BEI RUND 767.000 EURO

Walldürn. Ein weiterer großer Schritt bei der Sanierung der Unteren Vorstadtstraße ist getan: Am Freitag wurde der Abschnitt zwischen der Dr.-Rudolf-Schick-Straße und dem Kreuzungsbereich Eisenbahnstraße für den Verkehr freigegeben (die FN berichteten).ANZEIGEANZEIGE

Zu diesem freudigen Anlass hatten sich Bürgermeister Markus Günther, Vertreter des Bauamts, der beteiligten Firmen und Anwohner zusammengefunden.

Der Bürgermeister gab einen kurzen Abriss zur Baugeschichte. Die Kosten für diesen Bauabschnitt lagen bei rund 767 306 Euro. Verlegt wurden rund 170 Meter Kanal (DN 700) in einer Tiefe von vier Metern. Weiter eine rund 300 Meter lange Sammelrohrleitung (DN 110/160). Und rund 350 Meter Altleitungen wurden verdämmt.

Sanierung der Unteren Vorstadtstraße ein weiterer großer Schritt ist getan / Kosten für den Bauabschnitt lagen bei rund 767.000 EuroDie Fläche beim Straßenbau lag bei circa 1450 Quadratmetern, einschließlich der Straßenentwässerung. Im Frühjahr soll es noch eine Bepflanzung geben. Beim Gehwegausbau wurden circa 450 Meter Bordsteine gesetzt, 200 Meter Entwässerungsrinne angelegt und rund 950 Quadratmeter Pflaster verlegt.

Markus Günther hob die gute Zusammenarbeit aller an der Maßnahme Beteiligten hervor, die Straße sei toll ausgebaut worden. Es handelte sich um eine der ältesten Kanalleitungen der Stadt. „Jetzt haben wir hier ein schönes Eingangstor in die Stadt,“ so Günther. Das freilich noch nicht ganz fertig ist: im kommenden Frühjahr geht es mit dem nächsten Abschnitt weiter. Der geht dann von der Eisenbahnstraße bis zur Kreuzung an der Sparkasse.

Und der Bürgermeister lobte die Geduld und das Verständnis der Anwohner, die jetzt ihre Grundstücke wieder problemlos erreichen können.

Die gute Zusammenarbeit und das Verständnis der Anwohner hoben auch Geschäftsführer Bernd Gehrig vom Büro Walter + Partner aus Tauberbischofsheim und Bauleiter Michael Zwingmann von der Firma Boller-Bau aus Distelhausen hervor. mar© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 10.12.2019

Der Bauabschnitt von der Dr.-Rudolf-Schick-Straße bis zur Eisenbahnstraße wurde am Freitag für den Verkehr freigegeben. Mit der Sanierung der Unteren Vorstadtstraße geht es im kommenden Frühjahr weiter.© Ralf Marker (mar)

Grünes Licht für die Kläranlagenerweiterung

Grünes Licht für die Kläranlagenerweiterung

ABWASSERZWECKVERBAND HARDHEIM-HÖPFINGEN HAUSHALT BEI VERBANDSVERSAMMLUNG AUF DER TAGESORDNUNG / MIT DEN RODUNGSARBEITEN WURDE BEREITS BEGONNEN / ZUFAHRT SOLL IM FRÜHJAHR VERLEGT WERDEN

Hardheim.Zufriedenheit über den endgültigen Beginn der Maßnahmen zur Erweiterung der Verbandskläranlage herrschte am Mittwoch in der Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbands Hardheim-Höpfingen sowohl beim Vorsitzenden Bürgermeister Volker Rohm als auch bei den Mitgliedern. Dies wurde gleich im ersten Tagesordnungspunkt der Sitzung bei der Einbringung, Beratung und Verabschiedung des Haushalts deutlich.

Tiefgreifende Maßnahmen

Zunächst wurde bei der Einbringung ersichtlich, dass der Haushalt 2020 in ersten Linie von den tiefgreifenden Maßnahmen in der Kläranlage geprägt sein wird. Bereits zur Vergabe steht die Ausbildung einer Retentionsfläche an.

Der Maßnahmenbeginn ist der Bewilligungsstelle zum 1. Dezember anzuzeigen. Mit den Rodungsarbeiten wurde bereits begonnen. Als weitere Maßnahme, mit Baubeginn im Frühjahr 2020, ist zunächst die Verlegung der Zufahrt zur Kläranlage vorgesehen.

Zweites Klärbecken

Zeitgleich sollen die Errichtung eines zweiten Klärbeckens sowie einer Gebläsestation erfolgen. Damit können insbesondere die Betriebssicherheit erhöht und die Anlage an die errechnete Kapazitätserhöhung angepasst werden.

Beim Rückblick auf das laufende Jahr gab es Hinweise auf die wasserrechtliche Genehmigung der Kläranlagenweiterung und das Benehmen für den Bau und Betrieb durch die Fachbehörden. Ein Förderbescheid des Landes liegt inzwischen vor, so dass die Voraussetzungen für den Maßnahmenbeginn gegeben sind.

Die bisher noch nicht ausgerüsteten Regenüberlaufbecken wurden zwischenzeitlich mit Fernwirkeinrichtungen ausgestattet, so dass diese nun von der Kläranlage aus gesteuert und das Entlastungsverhalten nach dem Stand der Technik dokumentiert werden kann. Die Arbeiten sind bis auf Restmaßnahmen abgeschlossen.

Der Überblick über das Haushaltsjahr 2020 ließ ersehen, dass sich das Gesamtvolumen des Ergebnishaushaltes 2020 auf 1 494 700 Euro beläuft und sich in der Größenordnung des Vorjahres bewegt.

Die Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit im Finanzhaushalt belaufen sich auf 1 294 200 Euro, während die Ausgaben 889 700 Euro betragen. Der Überschuss steht zur Finanzierung von Investitionsmaßnahmen zur Verfügung, insbesondere sind damit die Tilgungsleistungen für laufende Darlehen abzudecken.

Gegenüber dem laufenden Haushaltsjahr ist mit Mehraufwendungen für die Schlammbeseitigung und mit höheren Stromkosten zu rechnen.

Als erfreulich wird angesehen, dass die Zahlungen aus Abwasserabgaben an das Land lediglich noch bei 104 600 Euro liegen. Für Auszahlungen aus Investitionstätigkeit sind 4 617 000 Euro hauptsächlich für die Erweiterung der Kläranlage veranschlagt. Tilgungsumlagen der Verbandsgemeinden werden im Haushaltsjahr 2020 wohl nicht benötigt.

Dem gegenüber stehen Einzahlungen von 3 326 000 Euro aus Zuwendungen beziehungsweise Baukostenumlagen. Daraus resultiert ein Finanzmittelbedarf von 1 291 000 Euro, der größtenteils durch eine Kreditermächtigung abzudecken ist.

Im Bereich der Kläranlagenunterhaltung ist ein Tauchereinsatz vorgesehen, bei der Unterhaltung der Regenüberlaufbecken sind Mittel von 10 000 Euro für die Reparatur der Umzäunung am Regenüberlaufbecken Höpfingen enthalten.

Überprüft werden soll die Effektivität der Desintegrationsanlage, Wartungsarbeiten am Gasmotor sollen vorgenommen werden. Hinweise erfolgten zur Schlammbeseitigung, zur Phosphatfällung, zur erfreulichen Entwicklung bei der Fremdkapitalverzinsung.

Der Zweckverband tierische Nebenprodukte (ztn) ist an den Betriebskosten mit 329 900 Euro beteiligt. Die Finanzkosten sind ausschließlich durch die beiden Verbandsmitgliedsgemeinden Hardheim und Höpfingen aufzubringen.

Auf die Gemeinde Hardheim entfallen Betriebs- und Finanzkostenumlagen von 669 200 Euro, auf die Gemeinde Höpfingen 295 100 Euro. Die Betriebskosten steigen gegenüber dem Vorjahr um rund 21 000 Euro.

Investitionsmaßnahmen stehen an für die Ersatzbeschaffung eines Rasenmähers, für die Erweiterung der Verbandskläranlage sowie für Planungsaufwendungen zur Errichtung eines Regenüberlaufbeckens an der Querspange in Hardheim.

Der Verbandsvorsitzende fasste die Einzelheiten abschließend zusammen und gab einen Ausblick auf den Finanzierungszeitraum. Dabei verwies er auf die der nach den Vorgaben der Eigenkontrollverordnung sanierten Sammelkanäle, so dass das Augenmerk kurz- und mittelfristig auf die Kläranlage selbst zu legen ist.

Der Ausbau wurde nach 30-jährigem Betrieb und wegen der aufgetretenen Mängel als unumgänglich bezeichnet. Verschiedene Varianten wurden untersucht, deren Praktikabilität und Durchführbarkeit untersucht, die vorliegende Entwurfsplanung und das bisherige Vorgehen beschrieben. Die beantragte Förderung wurde für den ersten Realisierungsabschnitt zur Errichtung eines Klärbeckens bewilligt. Die Haushaltsplanung enthält für das Jahr 2020 sowie für die Bauphase des Finanzplanungszeitraums der Jahre 2021 bis 2023 entsprechende Planansätze zum Ausbau.

Der Aufbaus einer Zweistraßigkeit kann die Betriebssicherheit entscheidend verbessern, das fehlende Beckenvolumen kann zur Verfügung gestellt und die Anlage sowohl baulich wie in technischer Hinsicht ertüchtigt werden.

Planungen für 2020

In der Haushaltsplanung für den ersten Teilabschnitt der Kläranlagenerweiterung im Haushaltsjahr 2020 sind berücksichtigt: 1 700 000 Euro für den Neubau eines Kombibeckens, 465 000 Euro für das Verteilerbauwerk, 546 000 Euro für die Gebläsestation, 75 000 Euro für Brauchwasserversorgung, 314 000 Euro für die Zufahrt zur Kläranlage, 88 000 Euro für Lagerplatz und Freiflächen, 590 000 Euro für Böschungssicherung der Erfa, 165 000 Euro für Unvorhergesehenes, 320 000 Euro für Nebenkosten, 318 000 Euro für Preissteigerungen.

Dem Beschlussvorschlag zur Haushaltssatzung mit Haushaltsplan 2020 mit der Gesamtsumme der Bauausgaben in Höhe von 4 581 000 Euro und der vorgelegten Finanzplanung für die Jahre 2021 bis 2023 wurde zugestimmt.

Danach ebenfalls zugestimmt wurde der Vergabe des Auftrags zur Durchführung der Erdarbeiten an der Erfa als erste Teilmaßnahme der Kläranlagenerweiterung an die Firma Boller-Bau GmbH zum Bruttoangebotspreis von 63 203 Euro.

Verabschiedung verschoben

Die in der Sitzung vorgesehene Verabschiedung des bisherigen langjährigen Betriebsleiters Rolf Kaufmann musste wegen dessen Erkrankung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.© Fränkische Nachrichten, Samstag, 23.11.2019

Grünes Licht für die Kläranlagenerweiterung gab es in der Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes Hardheim-Höpfingen. Zu den Maßnahmen gehört auch die Ausbildung einer Retentionsfläche auf der der Kläranlage gegenüberliegenden Seite der Erfa. Damit verbunden ist die Versetzung von Bäumen.© Elmar Zegewitz

57 neue Bauplätze entstehen in Osterburken

57 neue Bauplätze entstehen in Osterburken

Osterburken. (F) Der Bauboom in der Römerstadt hält an. Um den großen Bedarf an Bauplätzen abzudecken, hatte der Osterburkener Gemeinderat beschlossen, die weiteren Erschließungsabschnitte drei und vier im neuen Baugebiet „Am Bofsheimer Weg II“ vorzunehmen. Dort fand der obligatorische Spatenstich statt, zu dem Bürgermeister Jürgen Galm die Vertreter der bauausführenden Firma Boller, Firmenchef Steffen Boller, Bauleiter Sebastian Henneberger und Polier Norbert Fischer, vom planenden Büro Georg und Maximilian Mohn sowie vom Erschließungsträger LBBW Immobilien Projektleiter Lothar Breitenbach und vom Städtischen Bauamt Amtsleiter Matthias Steinmacher begrüßte.

Bürgermeister Galm ging in seiner Ansprache auf den bisherigen Verlauf der Erschließungsmaßnahme ein: Der erste Bauabschnitt in der Brahmsstraße erfolgte im September 2014 mit der Erschließung von 25 Bauplätzen, der zweite in der Johann-Strauß-Straße folgte im November 2017. Wegen der weiter hohen Nachfrage an Bauplätzen beschloss der Gemeinderat im Mai vergangenen Jahres, die beiden letzten Abschnitte drei und vier in der Carl-Orff-Straße mit insgesamt 57 Bauplätzen gemeinsam zu erschließen. Das notwendige Umlegungsverfahren wurde am 9. Mai 2019 beendet. Der Erschließungsauftrag wurde Mitte April an die Baufirma Boller aus Distelhausen mit einer Auftragssumme von rund 2,28 Millionen Euro vergeben, die im Juli mit den Bauarbeiten begann.

Projektleiter Lothar Breitenbach vom Erschließungsträger LBBW Immobilien Kommunalentwicklung KE freute sich, dass man nunmehr bei der Erschließung in der letzten Runde angekommen sei. Die hohe und ungebrochene Nachfrage an Bauplätzen in der Stadt mache es erforderlich, so Breitenbach, die letzten beiden Abschnitte zusammen zu erschließen. Mit der Firma Boller Bau wurde bereits der zweite Abschnitt realisiert.

Die Wasserversorgung des neuen Baugebiets wird von der Baulandwasserversorgung und die Gasversorgung von den Stadtwerken Buchen übernommen. Die Vermessung erfolgte durch das Vermessungsbüro Schwing und Dr. Neureither aus Mosbach. Für den Abschnitt drei war ein Umlegungsverfahren nach dem Baugesetzbuch notwendig, um den Grund und Boden zu sichern. Für den vierten Abschnitt war dies nicht schwierig, weil fast die gesamte Verfügungsfläche schon in der Hand der Stadt war. Die Telekom versorgt das Gebiet mit Glasfaserleitungen und den Strom liefert die Netze BW.

Die Gebietsgröße des jetzt neu erschlossenen Geländes beträgt 4,23 Hektar, wovon die reine Bauplatzfläche rund 3,5 Hektar umfasst. Die Bauplatzanzahl bezifferte Breitenbach auf 57, davon 48 Bauplätze der Stadt Osterburken, die zwischen 460 und 956 Quadratmetern groß seien. Nach dem Bebauungsplan bestehe das zukünftige Wohngebiet aus Einzel- und Doppelhäusern. Mit den Bauarbeiten für die Herstellung der Erschließungsanlagen der ersten 18 Bauplätze wurde Anfang Juli begonnen, diese sollen bis zum April 2020 abgeschlossen sein. Mit der Gesamtfertigstellung wird, wie Breitenbach sagte, bis September 2020 gerechnet.

Die Gesamtkosten einschließlich Baunebenkosten sowie Kosten für die Grünflächen mit Spielplatz lägen bei rund 3,3 Millionen Euro, wobei sich die reinen Tief- und Straßenbaukosten auf rund 2,3 Millionen Euro belaufen werden. Breitenbach wünschte abschließend eine unfallfreie Bauzeit.

Georg Mohn vom planenden Büro Mohn (Karlsruhe) ging nochmals im Detail auf die Erschließungsmaßnahme ein und betonte die bisherige gut eingespielte Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Insgesamt werden rund 2000 Meter Kanäle verlegt. Für den Straßenausbau werden rund 6000 Kubikmeter Erde bewegt. Mohn hoffte, dass man Ende März 2020 den ersten erschlossenen Teilabschnitt an die Bauwilligen übergeben kann.

Steffen Boller freute sich, dass man nunmehr nach der Erschließung des zweiten Abschnittes auch den Auftrag für den dritten und vierten Abschnitt erhalten habe, wofür er im Namen der Geschäftsleitung dankte. Man werde sich wieder bemühen, gute Arbeit abzuliefern, und sicherte zudem einen zügigen Baufortschritt der Arbeiten zu.

„Praxisspaß“ soll für Nachwuchs sorgen

„Praxisspaß“ soll für Nachwuchs sorgen

PRAKTISCHER UNTERRICHT IN EINER „LERNWERKSTATT“ KONNTEN SICH WERKREALSCHÜLER DES SCHULZENTRUMS AM WÖRT AN EINEM BAUPROJEKT AUSPROBIEREN

Zwölf Werkrealschüler des Schulzentrums am Wört realisierten bei der „Lernwerkstatt“ der Handwerkskammer Heilbronn-Franken den Bau einer Sitzecke.

Projektverantwortliche, Schüler und Lehrer blickten bei der Vorstellung der gebauten Sitzecke auf ein erfolgreiches Projekt zurück.© Christopher Kitsche (chk)

Tauberbischofsheim. Im Handwerk und Bau herrscht seit längerer Zeit Fachkräftemangel. Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt. Die Handwerkskammer versucht, diesem Trend auf verschiedenen Wegen entgegenzuwirken. Eine Maßnahme ist die „Lernwerkstatt“, in der Schüler in einem Tertial im Technikunterricht ein Bauvorhaben umsetzten.

Das Schulzentrum am Wört nahm in diesem Schuljahr bereits zum zweiten Mal an diesem Projekt teil. In vier Monaten realisierten zwölf Schüler der achten Klassen des Werkrealschulzugs eine neue Sitzecke mit einem Betontisch und Bänken. Am Freitag stellten die Jugendlichen ihr „Endprodukt“ gemeinsam mit den Projektverantwortlichen vor.

„Wir brauchen dringend Nachwuchs und wollen die Schüler für das Handwerk begeistern“, betonte Kerstin Lüchtenborg, die das Projekt als „Abteilungsleiterin Berufsbildung“ der Handwerkskammer betreut. Die investierten Unterrichtsstunden sieht sie als großen Gewinn: „Berufsorientierung muss praktisch sein“, sagte sie bei der Vorstellung des Bauprojekts. Auch der Leiter des Schulzentrums, Christian Wamser, hofft, dass die Schüler diese Erfahrungen in ihre Berufsplanung „mitreinnehmen“. Für die Projektteilnehmer hatte er viel Lob: „Es war ein tolles Engagement der beteiligten Schüler und Lehrer“, freute sich Wamser. Mit „großer Freude“ habe er gesehen, wie die Schüler gemeinsam mit Mitarbeitern der Firmen Konrad Bau und Boller-Bau etwa erste Versuche mit dem Bagger unternommen haben.

Einblick in Projektablauf

Lüchtenborg gab auch einen kurzen Einblick in den Projektablauf: Die Lernwerkstatt finde an drei Lernorten statt – im Technikraum der allgemeinbildenden Schule, in der Werkstatt der gewerblichen Schule für Bautechnik und im Handwerksbetrieb auf den „echten Baustellen“. Die Klassen des Schulzentrums durften bei Konrad Bau und Boller-Bau in den Berufsalltag „hineinschnuppern“.

In vier Modulen wurde das Bauvorhaben „Schritt für Schritt“ umgesetzt. In einer ersten Einführung lernten die Schüler die kulturelle Bedeutung des Bauens kennen und betrachteten etwa Bauwerke in Tauberbischofsheim bei einem gemeinsamen Spaziergang, um einen Blick für die Architektur der Stadt zu gewinnen.

„So erhalten die Schüler einen ersten Einblick in das Bauhandwerk“, erklärt Lüchtenborg. In einem zweiten Schritt durften die zwölf Jugendlichen dann „experimentieren“. Sie machten sich mit Statik vertraut und zeichneten erste Grundrisse. Dann wurde es konkreter: Im dritten Modul planten und kalkulierten die Schüler das Bauvorhaben und reichten es in einem Wettbewerbsverfahren ein. „Der Wunsch der Schüler eine Sitzecke zu bauen, war schnell da“, erinnert sich Wamser. In einer Praxiswoche setzten die Werkrealschüler das Projekt dann gemeinsam mit den Mitarbeitern der beiden Baufirmen in wenigen Tagen um.

Vom mehrmaligen Ausmessen, Grabungsarbeiten mit dem Bagger, Kiesauffüllung bis zum Einsetzen der Tischplatte war einiges zu tun. „Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht“, sagt Marcel Hilbert aus der achten Klasse. Manchmal habe es etwas Leerlauf für ein paar Schüler gegeben, aber insgesamt sei alles „super“ verlaufen. „Baumaschinenmechaniker“ sei ein Beruf, den er spannend fände. Roxana Pop hatte vor allem Spaß am technischen Zeichnen.

Fortführung

Die Handwerkskammer und das Schulzentrum wollen das Kooperationsprojekt auch im nächsten Schuljahr weiterführen. „Wir sehen eine positive Tendenz und wollen die Lernwerkstatt auch in den Regionen Hohenlohe und Heilbronn ausweiten“, blickt Lüchtenborg voraus.© Fränkische Nachrichten, Samstag, 20.07.2019

Wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz

Wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz

REGENRÜCKHALTEBECKEN 1 FERTIGGESTELLT BAUMASSNAHME KOSTETE RUND 3,3 MILLIONEN EURO / GROSSE STADTFLÄCHE ANGESCHLOSSEN

Als einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz bezeichnete Bürgermeister Markus Günther das Regenüberlaufbecken 1 „Im Barnholz“. Das Becken ist fertig, Restarbeiten stehen noch an.

Walldürn. Zur Übergabe des Beckens hatten sich Vertreter der Stadt und der am Bau beteiligten Firmen, Ämter und Behörden versammelt. „Mit dem Neubau des Regenüberlaufbeckens 1 mit angeschlossenem Retentionsbecken leistet die Stadt Walldürn einen weiteren Beitrag zur Gewässerökologie und zum Umweltschutz“, sagte der Bürgermeister.

In den letzten Jahren habe die Stadt Walldürn viele Millionen Euro in den Bau von Regenüberlaufbecken investiert.

Der Bau des aktuellen Beckens hat rund 3,3 Millionen Euro gekostet. Planungsbeginn war im April 2016, die Plangenehmigung folgte im März 2017, im Mai des gleichen Jahres der Zuwendungsbescheid. Baubeginn war im Oktober 2017. Die Fertigstellung schließlich im Mai diesen Jahres.

2300 Liter pro Sekunde

An das Regenüberlaufbecken 1 (RÜB 1) ist eine kanalisierte Stadtfläche von rund 16,7 Hektar angeschlossen, sagte Günther weiter. Aus dieser Fläche wird dem RÜB 1 bei Regenwetter eine Wassermenge von 2300 Litern pro Sekunde zugeführt. Über den Zuleitungskanal „Nordost“ werden die Abwässer aus dem Bereich „Im Barnholz/ Buchener Straße“ dem Becken zugeführt. Für den Anschluss der Buchener Straße musste die Bahnlinie mit einer Rohrdurchpressung gequert werden. Mit dem Anschlusskanal „Südost“ werden die Gewerbeflächen gegenüber der Bahnlinie ebenfalls über eine Bahndurchpressung und einem Pumpwerk an das Regenüberlaufbecken angeschlossen.

Die Arbeiten haben im Oktober 2017 begonnen. Die umfangreichen Baumaßnahmen fanden im südlichen Bereich der Industriestraße „Im Barnholz“ und dem östlich der Bahnlinie liegenden Gewerbegebiet statt. Hierzu waren aus naturschutzrechtlicher und forstwirtschaftlicher Sicht auch vorbereitende Rodungsmaßnahmen durch die Forstverwaltung erforderlich.

300 Kubikmeter Volumen

Auf dem Bauplan standen unter anderem der Neubau des RÜB 1 in Stahlbetonbauweise mit circa 300 Kubikmetern Nutzvolumen einschließlich Regenentlastungsanlage in Erdbauweise mit einem Rückhaltevolumen von circa 2500 Kubikmetern. Um die Kanalisation östlich der Bahnlinie anschließen zu können, mussten unter der Bahnlinie drei Rohrdurchpressungen mit einem Rohrdurchmesser von 25 bis 50 Zentimetern ausgeführt werden.

Aufgrund der Geländetopographie war es erforderlich, das Abwasser Richtung Waldstraße zu pumpen. Hierfür waren unter anderem eine Regenwasserbehandlungsanlage und ein separates Abwasserpumpwerk im Bereich des Gewerbegebiets Südost (Buchener Straße) erforderlich. Um die betrieblichen Anlagen anfahren zu können, musste ein rund 450 Meter langer Forstweg entlang der Bahnlinie im derzeitigen Forstbereich angelegt werden.

Folgende Bauabschnitte wurden ausgeführt:

Drei Bahnquerungen DN 250 bis DN 500, Länge rund 75 Meter.

Anschlusskanal Nordost und Gewerbegebiet, DN 300 bis DN 1200, Länge circa 300 Meter.

Regenrückhalteanlage Industriestraße, Nutzvolumen 540 Kubikmeter, in Erdbauweise.

Regenüberlaufbecken 1, Nutzvolumen 300 Kubikmeter, in Stahlbetonbauweise.

Regenrückhalteanlage RÜB 1, Nutzvolumen 2500 Kubikmeter, in Erdbauweise.

Pumpanlage/Regenwasserbehandlung Gewerbegebiet Südost.

Anschluss Gewerbegebiet Südost, Druckleitung circa 450 Meter mit Forstweg.

Landschaftspflegerische Ausgleichsmaßnahmen.

Die Erd- und Betonarbeiten hat die Firma Boller aus Distelhausen ausgeführt, die maschinen- und elektrotechnischen Arbeiten übernahm die Firma UFT, Bad Mergentheim und die Planung und Bauleitung lag beim Ingenieur-Büro ibu aus Tauberbischofsheim.

Mit dem RÜB 1 sei man auf Eventualitäten wie Starkregenereignisse vorbereitet, so der Bürgermeister weiter, der allen am Bau beteiligten Firmen, Ämtern und Behörden dankte. Er hob die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor – ein Lob, dass die Vertreter der am Bau beteiligten Unternehmen zurückgaben. mar© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 13.06.2019

Acht weitere Bauplätze entstehen

Acht weitere Bauplätze entstehen

EIN NEUES BAUGEBIET ENTSTEHT IN ILMSPAN. NUN WAR SPATENSTICH FÜR DAS AREAL, DAS BEREITS IM JAHR 2000 ENTSTEHEN SOLLTE.

Ilmspan. Eigentlich könnten die Häuser im Bereich „Würzburger Weg“ schon längst stehen. Denn bereits ab dem Jahr 2000 hätte ein neues Baugebiet in Ilmspan im Würzburger Weg entstehen sollen. Solange existiert schon der Bebauungsplan.

Damals fing man etwas unterhalb mit der Erschließung eines ersten Bauabschnitts an. Aber weil es auf der landwirtschaftlich genutzten Fläche noch Pachtverträge mit einem Landwirt gab, wurde die Verbindung zum neuen Baugebiet nie hergestellt. Erst jetzt wird das nachgeholt.

Man wolle damit signalisieren, dass es auch für Ilmspan eine Zukunft gibt, wurde beim offiziellen Spatenstich deutlich. Der Trend, sich auf dem Land niederzulassen, hält an. Und so sei das Gelände in Ilmspan geradezu prädestiniert für den Neubau von Eigenheimen für junge Familien.

Auf einer Nettofläche von 5822 Quadratmetern entstehen acht Bauplätze. Hinzu kommen noch die Zuführungsstraßen und Grünflächen. Planer Ludwig Ohnhaus hatte die Pläne nochmals überarbeitet und an die heutige Zeit angepasst. Er hatte auch schon vor rund 20 Jahren die Planung übernommen.

Ortsvorsteher Hubert Kraus nannte beim Spatenstich die Vorzüge des Lebens in Ilmspan. Er war froh, „dass es jetzt endlich losgeht“. Der Ortschaftsrat war beim Spatenstich fast vollständig anwesend, ebenso wie die Nachbarn, die in den kommenden Monaten einiges an Lärm und Staub aushalten müssen. Doch das mache ihnen nichts aus, bekämen sie doch in Kürze neue Nachbarn, die man gerne ins Dorfleben integrieren möchte.

Bürgermeisterin Anette Schmidt sprach von einer „attraktiven und landschaftlich schönen Lage“ des Neubaugebietes. Schließlich könne man fast überall ins Tal und bis nach Schönfeld schauen. In Ilmspan sei das Neubaugebiet lange ersehnt worden, so die Bürgermeisterin, die beim Spatenstich fleißig mit anpackte. Neben Mitarbeitern der ausführenden Firma Boller Bau waren auch Vertreter des Energieversorgers und des Bauamtes anwesend, um dem Neubaugebiet die Ehre zu erweisen.

Zur Anbindung an das restliche Ortsgebiet wird der Gehweg auf einer Länge von 40 Metern ebenfalls neu gebaut. Somit kann man gefahrlos in ganz kurzer Zeit vom Neubaugebiet in den Altort mit seinen sozialen Bauten wie Bürgerhaus, Kindergarten oder Kirche gelangen.

Die Bauarbeiten werden sich bis zur Sommerpause hinziehen. Dann wird das Gelände nochmals vermessen und in Parzellen eingeteilt. Danach steht einem Verkauf der Grundstücke nichts mehr im Wege. Es sind bereits mehrere Kaufinteressenten da, berichtete Bürgermeisterin Schmidt. Mit einem Baubeginn kann dann Anfang 2020 gerechnet werden.

Sie und der Ortschaftsrat hoffen darauf, dass alle Bauplätze im kleinsten Ortsteil der Kommune schnell abgegeben werden können und sich Neubürger in Ilmspan ansiedeln.© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 16.04.2019