Bald wachsen die Türme in die Höhe

Bald wachsen die Türme in die Höhe

DER BÜRGERWINDPARK GERICHTSTETTEN NIMMT ALLMÄHLICH FORMEN AN – DIE ARBEITEN AN DEN FUNDAMENTEN LAUFEN AUF VOLLEN TOUREN

© Harald Schmieg

Der Bürgerwindpark Gerichtstetten nimmt allmählich Formen an: Die Arbeiten an den Fundamenten laufen auf vollen Touren. Die ersten Turmteile werden Ende der Woche angeliefert.

Gerichtstetten. Im ersten Quartal 2018 soll der Bürgerwindpark Gerichtstetten mit vier Windkraftanlagen ans Netz gehen. Da die Zeit unaufhaltsam voranschreitet, nimmt das Vorhaben immer größere Formen an: Nachdem im Juli die Erdarbeiten abgeschlossen worden waren, finden nun umfangreiche Fundamentarbeiten statt.

Bei einem Ortstermin betonte Harald Schmieg, Geschäftsführer des Betreibers EKS-Solartechnik GmbH, klar, es auch in diesem Fall „mit einer richtig großen Baustelle“ zu tun zu haben. „Immerhin sprechen wir von Fundamenten, für dessen Korb allein schon mehr als 100 Tonnen Baustahl verarbeitet wurden“, informiert er und lässt wissen, „dass die Baustelle manchem vielleicht kleiner vorkommt, als sie ist, weil man sie von der L 514 aus kaum sieht“.

Derzeit werden Lagerflächen für die Turmteile hergerichtet, die noch in dieser Woche angeliefert werden sollen. Die Aufstellung des ersten zum Entladen der Lastwagen benötigten Großkrans ist für die kommende Woche geplant. Den Erd- und Fundamentarbeiten attestiert Schmieg im Nachgang einen „insgesamt problemlosen Verlauf“. Zwar habe die unsichere Witterung im Sommer mit ihren zahlreichen Niederschlägen den Zeitplan etwas ins Rotieren gebracht, „aber auch das wäre nichts, das nicht durch planvolles Tun wieder aufgeholt werden könnte“, zeigt er sich gegenüber den Fränkischen Nachrichten zuversichtlich.

Anfangs sei man zwar davon ausgegangen, bereits Ende 2017 die ersten Beteiligungen zu vergeben, was sich jedoch nach derzeitigem Stand etwas verschiebt: „Die Prospekte liegen – auch weil derzeit noch nicht alle für die potenziellen Kommanditisten wichtigen Informationen vorliegen – wahrscheinlich im Frühjahr vor“. Das allerdings sei durchaus nichts Negatives: „Da unsere Investoren dann keine Demonstrationsfotos oder Bilder aus der Bauphase sehen, sondern fertiggestellte Windkrafträder, wissen sie, worin sie ihr Geld investieren“, sagt Harald Schmieg.

Hoher logistischer Aufwand

So wird aktuell kräftig Hand angelegt: Am Werk sind die Firmen Boller-Bau (Distelhausen) für die Erdarbeiten sowie Oehm (Meppen/Emsland) für die Eisenbindearbeiten. Wenn es ans Aufstellen geht, wird die Firma Enercon eigene Fachkräfte nach Gerichtstetten entsenden. Harald Schmieg fährt die Baustellen teilweise mehrfach täglich ab, wie er sagt: „Ich muss zwar nicht fortlaufend anwesend sein, es ist aber gar nicht schlecht, wenn man sich gelegentlich über die Fortschritte informiert“, betont er und verweist auf einen erhöhten logistischen Aufwand, zu dem auch eine Verbreiterung der Wege, Streckenposten auf der sogenannten „Hohen Straße“ zwischen Gerichtstetten und dem Helmstheimer Hof sowie ein Sicherheitsdienstleister gehören: „Dessen Personal überwacht insbesondere die Voranlieferung der Turmbauteile“. Zwar bestünde keine große Diebstahlgefahr, aber es gelte, Vandalismus zu vermeiden.

Insgesamt werden entlang der L 514 in den Bereichen „Meisenbrunn“ und „Hohe Birke“ zwei Varianten und Größen von Windkrafträdern realisiert: Neben vier jeweils 230 Meter hohen Anlagen vom Typ „Enercon E141-EP4“, die mit einer Nennleistung von 4,2 Megawatt pro Rad in der Lage sind, jeweils 8,5 Kilowattstunden Strom zu erzeugen, wird es auch zwei kleinere Windkrafträder vom Typ „Enercon E126“ geben, die jedoch aufgrund anderer Leistungswerte nicht zum Bürgerwindpark gehören werden.

In deren Planungsphase zeichneten sich Probleme ab, auf die Harald Schmieg ebenfalls zu sprechen kommt: „Jene beiden Räder hätten in ihrer ursprünglich angedachten Höhe in eine Tiefflugzone geragt, was Handlungsbedarf mit sich brachte.“

„So musste eine Änderungsgenehmigung beantragt werden, um kleinere Anlagen mit jeweils 212 Metern Gesamthöhe aufzustellen, die mit einer Nennleistung von 3,2 Megawatt rund sieben Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren werden. Diesbezüglich verweist er auf eine noch ausstehende Genehmigung des Bundesverteidigungsministeriums: „Allerdings wurde mir im Vorfeld zugesichert, dass die Freigabe für kleinere Räder erteilt wird“, so Schmieg.

Aber wie läuft das eigentlich mit den Bürgerbeteiligungen? Eine Frage, auf die der Unternehmer ebenfalls eine klare Antwort parat hält: „Immer wieder trudeln Anfragen ein, zumal wir den Bürgerwindpark auch auf entsprechenden Fachmessen vorstellen.“ ad© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 05.10.2017

„Schotterstraße“ gehört Vergangenheit an

"Schotterstraße" gehört Vergangenheit an

MIT EINEM STRASSENFEST WURDE IN UNTERWITTSTADT DIE FERTIGSTELLUNG DER BAUMASSNAHME „WEINBERGWEG UND BRUNNENSTRASSE“ GEFEIERT

© Helmut Frodl

Unterwittstadt.Im Zuge der Ortsgestaltung und Flurneuordnung wurde die Brunnenstraße und der Weinbergweg im Stadtteil Unterwittstadt in den vergangenen zwölf Monaten mit einem Kostenaufwand von 800 000 Euro neu ausgebaut. Gleichzeitig wurde das Neubaugebiet im Weinbergweg um fünf Bauplätze erweitert – eine gelungene Maßnahme, die das Bild des kleinen Ravensteiner Stadtteils deutlich aufwertet. „Unterwittstadt hat es verdient, dass diese Investition hier durchgeführt wurde“, so Bürgermeister von Thenen. Die Anlieger der ausgebauten Brunnenstraße sind zudem froh, dass die „Schotterstraße“ endlich der Vergangenheit angehört.

Die technische Abnahme der Baumaßnahme erfolgte am Freitagabend im Beisein von Bürgermeister Hans-Peter von Thenen, Ortsvorsteher Erik Pfeiffer, Ortschafts- und Gemeinderäten sowie Vertretern der Firma Boller, des Ingenieurbüros Sack und Partner sowie des Amtes für Flurneuordnung und dem Vorstand der örtlichen Teilnehmergemeinschaft.

In seiner kurzen Begrüßung ging der Bürgermeister nochmals auf die Planung dieser Maßnahme ein, die finanziell für die Stadt einen besonderen Kraftakt bedeutet habe. Jetzt könne man das erfreuliche Ergebnis sehen. Die Arbeiten seien bestens gelungen und fänden allgemein eine große Zustimmung und Lob.

Bei einem Rundgang wurde zuerst der Weinbergweg mit dem angrenzenden neu erschlossenen Baugebiet besichtigt. Dort sind fünf neue Bauplätze mit einer Fläche von 744 bis 1200 Quadratmetern in bester Südhanglage entstanden.

Die neu in Hang eingebaute Wendeplatte habe für die Bauleute laut von Thenen eine besondere Herausforderung dargestellt. Diese wurde aber „sehr gut gelöst“, wie der Klaus Issel vom Ingenieurbüro erklärte.

Nicht wiederzuerkennen ist nach dem Ausbau die Brunnenstraße. Die „Schotterpiste“ ist verschwunden. Für die Anlieger, die ihre Höfe auf eigene Kosten gleich neu mitgestaltet haben, hatte der Bürgermeister ein besonderes Lob parat.

Der nächste Schritt wird sein, den Fußweg von der Brücke bis zur Hauptstraße in den Ort auszubauen. Der Bürgermeister bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten, insbesondere auch bei den Anliegern für das gute Miteinander.

Engagement gewürdigt

Lobende und dankende Worte hatte auch die leitende Ingenieurin des Amtes für Flurneuordnung, Stefanie Müller, der sich Diplomingenieur Horst Rieß (Sack und Partner) anschloss.

Anerkennende Worte richtete er an Norbert Fischer, den erfahrenen Polier“ vor Ort. Für das gute Miteinander hatte schließlich auch Ralf Kilian, der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, lobende Worte.

Auf dem „Festplatz“ vor dem Kinderspielplatz, wo der erfolgreiche Abschluss der Arbeiten mit einem Straßenfest gefeiert wurde, begrüßte Ortsvorsteher Erik Pfeiffer die Gäste. Er ließ die Maßnahme kurz Revue passieren – von der Beschlussfassung bis zur Fertigstellung. Erfreulich sei auch, dass weitere fünf Bauplätze mit erschlossen wurden.

Pfeiffers besonderer Dank galt Bürgermeister von Thenen für dessen Engagement bei der Realisierung sowie Altbürgermeister Horst Weber, der noch während seiner Amtszeit mit ersten vorbereiteten Gesprächen den Weg zur Realisierung geebnet habe.

Dankende Worte richtete der Ortsvorsteher auch an die Anwohner der beiden Straßen für ihr Verständnis während der Bauzeit.

Für die anschließende Bewirtung sorgten Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins sowie des Jugendtreffs.

Zur Unterhaltung spielten die Ballenberger Dorfmusikanten auf. F© Fränkische Nachrichten, Montag, 31.07.2017

Zwölf neue Bauplätze werden geschaffen

Zwölf neue Bauplätze werden geschaffen

MIT DEM SYMBOLISCHEN SPATENSTICH WURDE IM BAUGEBIET „SEEFLÜRLE“ DER STARTSCHUSS FÜR DIE ERSCHLIESSUNG DES ZWEITEN BAUABSCHNITTS GEGEBEN

© Hans-Peter Wagner

Im Baugebiet „Seeflürle“ in Külsheim werden im zweiten Bauabschnitt in Kürze weitere zwölf Bauplätze erschlossen.

Külsheim. Zum symbolischen ersten Spatenstich trafen sich die am projekt Beteiligten am Mittwochnachmittag. Mit der Fertigstellung wird spätestens im August 2017 gerechnet.

Erschließungsstraßen

Der Gemeinderat der Stadt Külsheim hatte den Auftrag für die Bauerschließungsarbeiten Mitte Januar 2017 an die Firma Boller-Bau (Distelhausen) vergeben für die pauschale Summe von 303 450 Euro.

Im Bereich Straßenbau wird die Erschließungsstraße um 60 Meter verlängert und es wird 90 Meter Stichweg in südliche Richtung geben, beides mit einer Straßenbreite von jeweils 5,50 Meter und einem einseitigen Gehweg mit Pflasterbelag.

Die 55 Meter Stichweg in nördliche Richtung werden die gleiche Straßenbreite haben, jedoch ohne Gehweg bleiben. Im Straßenbau sind die Erdarbeiten für die Straßenbeleuchtung und Kabelverlegung enthalten. Die Entwässerung im Baugebiet erfolgt als Mischsystem. In der Bausumme enthalten sind auch die Tiefbauarbeiten für das Stadtwerk Külsheim in den Bereichen Gas und Wasser.

Bürgermeister Thomas Schreglmann erläuterte vor Ort, die Bauplätze des ersten Bauabschnitts hätten zügig veräußert werden können. Durch die Erschließung entstehe nun Raum für zwölf neue Bauplätze, eine stattliche Anzahl sei bereits vergeben, andere wiederum noch frei. Insgesamt fahre die Stadt hier „auf Sicht“.

Schreglmann freute sich, mit der Firma Boller-Bau einen langjährigen Partner an der Seite zu haben.

Michael Boller (Geschäftsführender Gesellschafter Boller-Bau) meinte, es sei kein Problem, auch nach dieser Maßnahme hier weiter zu arbeiten.

Das Ingenieurbüro Sack & Partner (Tauberbischofsheim) ist verantwortlich für die Planung und den Bebauungsplan. hpw© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 06.04.2017

37 Baugründstücke stehen zur Verfügung

37 Baugründstücke stehen zur Verfügung

SEIT JAHREN GAB ES IN UNTERWITTIGHAUSEN KEIN SO GROSSES NEUBAUGEBIET, WIE JETZT „AM BÄREN“. NUN GAB ES DEN ERSTEN SPATENSTICH FÜR DIE ERSCHLIESSUNG

© Peter D. Wagner

Wittighausen. Nachdem der Gemeinderat Wittighausen in seiner öffentlichen Sitzung Ende Februar einstimmig die Vergabe der Bauleistungen zur Erschließung des Neubaugebietes „Am Bären“ in Unterwittighausen beschlossen hatte (die FN berichteten), wurden am Mittwochnachmittag die Baumaßnahmen mit einem symbolischen Spatenstich auf dem „Kastanienberg“ offiziell gestartet.

„Wir stehen als Gemeinde mit der Erschließung des Baugebietes am Bären in Unterwittighausen vor einem großen Schritt, der trotz des am 6. Dezember bereits eigentlichen erfolgten Baubeginns jetzt auch offiziell gebührend gefeiert werden sollte, denn schließlich ist es schon einige Jahrzehnte her, dass ein so großes Baugebiet in Wittighausen erschlossen wurde“, betonte Bürgermeister Marcus Wessels im Beisein zahlreicher Ehrengäste, unter anderem Vertreter des Gemeinderates und der ausführenden Firma Boller Bau GmbH aus Distelhausen wie etwa Inhaber Michael Boller und Bauleiter Michael Zwingmann sowie der verantwortliche Planer Ludwig Ohnhaus vom gleichnamigen Büro für Bau und Vermessung mit Sitz in Weikersheim.

Insgesamt werde das rund drei Hektar umfassende Areal Raum für 37 Grundstücke bieten, von denen bislang fünf reserviert worden seien. Das gesamte Investitionsvolumen für das neue Wohngebiet beträgt rund 1,8 Millionen Euro. Im Zusammenhang mit der Erschließung des neuen Wohnbaugebietes „Am Bären“ ist die Neuverlegung einer Wasserversorgungs-Hauptleitung vom Druckunterbrecher Unterwittighausen bis zur Kaiserstraße und Alten Poppenhäuser Straße notwendig. Auch diese Baumaßnahme wurde bereits gestartet. Die Fertiggestellung der baulichen Erschließungsmaßnahmen ist für Mitte Dezember 2017 geplant.

Wittigstraße wird gesperrt

Wie zudem die Gemeindeverwaltung Wittighausen bekanntgab, wird im Zuge der Baumaßnahmen zur Erschließung des Baugebietes „Am Bären“ die Wittigstraße im Zeitraum vom 21. März bis voraussichtlich zum 4. April komplett gesperrt. Grund für diese rund fünftägige Vollsperrung ist das Verlegen von Abwasserleitungen. Der Verkehr wird in der Zeit über die Martin-Michel-Straße und das Beckengässlein umgeleitet. „Die dadurch auftretenden Unannehmlichkeiten bitten wir zu entschuldigen und bitten zugleich darum, während der Sperrung möglichst keine Fahrzeuge am Straßenrand der Martin-Michel-Straße und des Beckengässleins zu parken, um den Verkehrsfluss nicht zu behindern“, ließ Bürgermeister Wessels verlautbaren.© Fränkische Nachrichten, Samstag, 18.03.2017

Tiefbauarbeiten für gut eine Million Euro vergeben

Tiefbauarbeiten für gut eine Million Euro vergeben

Die Sanierung der Unteren Eckenbergstraße gehört zu den Großprojekten der Stadt Adelsheim im Jahr 2017. Die Tiefbauarbeiten wurden jetzt für 1 190 000 Euro an die Firma Boller-Bau aus Distelhausen vergeben. © Daniela Käflein Archivartikel 25. Januar 2017

Adelsheim.Eine Generalsanierung der Unteren Eckenbergstraße gehört in diesem Jahr zu den Großprojekten der Stadt Adelsheim. Die Vergabe der Tiefbauarbeiten erfolgte in der Sitzung am Montag mit einer Pauschalsumme in Höhe von 1 190 000 Euro an die Firma Boller-Bau aus Distelhausen.

Vorarbeiten sind bereits erfolgt

Bereits im Vorfeld wurde die Hauptleitung des Schmutzwasserkanals in der Unteren Eckenbergstraße auf Vordermann gebracht. Nun sollen die Anschlussleitungen für Haus- und Straßeneinläufe ausgetauscht sowie eine öffentliche Wasserversorgung und der Straßenbau mit Gehwegbereich erneuert werden. Die Gesamtlänge der Maßnahme betragt 730 Meter.

Das beauftragte Ingenieurbüro Walter & Partner hat die Arbeiten öffentlich ausgeschrieben. „Bis zum Eröffnungstermin lagen von 14 abgeholten Angeboten neun vor“, informierte Bürgermeister Klaus Gramlich den Gemeinderat.

Das günstigste Angebot für die ausgeschriebenen Arbeiten hat die Firma Boller-Bau mit einer Bruttosumme von 1 340 339 Euro abgegeben. „Von der günstigsten Bieterin wurde ein kaufmännisches Nebenangebot in Form einer Pauschale von 1 000 000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer angeboten“, so Gramlich. Das bedeute einen Nachlass von etwa 11,2 Prozent.

In Folge dieser großen Differenz solle die Beauftragung des Pauschalangebotes erfolgen. „Dies spiegelt die große Nachfrage mit einem günstigen Preisniveau nach derartigen Leistungen gegenüber den Vormonaten wider“, unterstrich das Stadtoberhaupt.

Viel Geld gespart

Auf diese Weise könne die Stadt 150 000 Euro sparen. „Auf jeden Fall war es der richtige Zeitpunkt für die Ausschreibung“, unterstrich Bauamtsleiter Stefan Funk.

Stadtrat Harald Steinbach von der Bürgerliste gab zu bedenken: „Bei Pauschalangeboten muss man immer aufpassen, dass die Sachen auch gemacht werden.“ Das werde man im Blick haben, versprach Bürgermeister Gramlich.

Einstimmig erteilte der Gemeinderat den Auftrag mit einer Pauschalsumme von 1 190 000 Euro an die Firma Boller-Bau. dani© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 25.01.2017

Symbolischer Spatenstich für Bauplätze

Symbolischer Spatenstich für Bauplätze

MIT DEM SYMBOLISCHEN SPATENSTICH HABEN DIE ARBEITEN ZUR WEITEREN ERSCHLIESSUNG DES NEUBAUGEBIETS „GÜTLEINSÄCKER“ IN ALTHEIM BEGONNEN

© Paul Popp

Altheim. Nachdem alle Auflagen zur weiteren Erschließung des Neubaugebiets „Gütleinsäcker“ seitens der Kommune mit der Schaffung von Ausgleichsmaßnahmen sowie der Umsiedlung der dortigen Zauneidechsen und Feldlerchen erfüllt sind, kann die Erschließung weiterer Bauplätze im dortigen Neubaugebiet in Angriff genommen werden. Am Ende des gesamten Ausbaus werden 23 Bauplätze in verschiedenen Größen geschaffen sein. Vorerst steht ein Teilausbau von sieben Bauplätzen an.

Der symbolische Spatenstich fand nun am Mittwoch in Anwesenheit von Bürgermeister Markus Günther, Ortsvorsteher Hubert Mühling und Vertreter der Stadtwerke Walldürn, des städtischen Bauamtes sowie der Geschäftsleitungen und Mitarbeiter der Firma „Boller Bau“ und des Planungsbüros Walter&Partner statt. Die Kosten für den Teilausbau belaufen sich auf etwa 280 000 Euro für sieben Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 5600 Quadratmetern. Hierzu kommen etwa 100 Meter Stahlbetonhauptkanal, 200 Quadratmeter Gehweg und etwa 750 Quadratmeter Fahrbahn sowie Wasserleitungs- und Kanalarbeiten. ppANZEIGEANZEIGE© Fränkische Nachrichten, Samstag, 01.10.2016

„Lösung für die nächsten Jahrzehnte“

„Lösung für die nächsten Jahrzehnte“

Die Freude über den Baubeginn ist den Grußrednern – der Geschäftsführende Vorstand der BAG Franken, Uwe Schöttle, Bürgermeister Roland Burger, Landrat Dr. Achim Brötel und MdB Alois Gerig – deutlich anzusehen.© Olaf BorgesArchivartikel13. September 2016 Autor: Olaf Borges (borg)

Seit einer Woche laufen bereits die Baumaßnahmen für den Neubau des BAG-Agrarzentrums in Buchen. Gestern ist nun auch der offiziell erste Spatenstich in der „Golsheumatte“ erfolgt.

Buchen. Rund 7,3 Millionen Euro will die BAG Franken in das neue Agrarzentrum investieren. „Wartezeiten werden künftig der Vergangenheit angehören“, so der Geschäftsführende Vorstand Uwe Schöttle gesten vor vielen Ehrengästen. Auch in Zukunft wolle die BAG Franken der Landwirtschaft ein leistungsfähiger Partner sein, was mit dem Neubau möglich werde. Die Anfahrt für die Landwirte werde sehr viel unproblematischer, die Innenstadt damit auch von Verkehr und Staubbelastung befreit. Das Agrarzentrum sei das größte, leistungsfähigste und modernste seiner Art, zwischen den Hafenstandorten Wertheim und Heilbronn. „Wir wollen mit diesem Standort keine Lösung für die nächsten Jahre, sondern für die nächsten Jahrzehnte schaffen“, unterstrich Schöttle.ANZEIGEANZEIGE

Das Gelände umfasst etwa zwei Hektar, wovon rund 8000 Quadratmeter bebaut werden. Der Rest wird für einen renaturierten Wasserlauf und andere Umweltausgleichsmaßnahmen genutzt. Die Tiefbau- und Betonarbeiten werden von der Firma Boller-Bau GmbH aus Distelhausen ausgeführt, für den gesamten Silokomplex zeichnet die Goldsaat Agrartechnik GmbH aus Prüm verantwortlich. Architektin ist Dorothee Keitel-Mayer. Künftig soll es möglich sein, 240 Tonnen Getreide in der Stunde zu erfassen – zuzüglich der 120 Tonnen im Flachlager – und 12 000 Tonnen zu lagern.

Glaube an gute Zukunft

Die Investition stehe, so MdB Alois Gerig, für den Glauben an eine gute Zukunft des ländlichen Raumes und sei ein starkes Signal. Er zollte dem Vorhaben Respekt und Anerkennung und hob hervor, dass ein zuverlässiger Partner für die Landwirte immer wichtiger werde.

„Nach einem langen Planungsvorlauf und der einen oder anderen Ehrenrunde geht es jetzt tatsächlich los“, so Landrat Dr. Achim Brötel. Die intensiven Diskussionen hätten sich aus seiner Sicht aber eindeutig gelohnt. Sämtliche offenen Fragen seien einvernehmlich geklärt worden. „Es ist sicher richtig, dass man mit einer solchen Anlage keinen Verschönerungspreis für das Landschaftsbild gewinnen wird“, so der Landrat, doch sei man von einem noch unberührten Fleckchen Natur bereits jetzt ziemlich weit entfernt. Brötel nannte den Bau der Umgehungsstraße und die Abfahrt Buchen-Ost, die die Situation schon erheblich vorgeprägt hätten. Auch städtebaulich sei es natürlich absolut richtig, eine solche Anlage aus der Stadt heraus an einen verkehrstechnisch wesentlich besser geeigneten Standort zu verlagern.

Sorgen kommen zu spät

„Wer sich da Sorgen um die Silhouette der historischen Stadt macht, der hätte sich schon wesentlich früher sorgen müssen, nämlich als der jetzige Siloturm in der Eisenbahnstraße gebaut wurde“, stellte der Landrat klar. Wenn irgendetwas nämlich wirklich die Silhouette der historischen Stadt beeinträchtige, dann sei es der alte Turm, sicher aber nicht die neue Anlage, die hier entstehe.

„Nun kommen wir endlich auf die Zielgerade eines Projekts, für das die Stadtverwaltung sich auf der planungsrechtlichen Seite schon seit 2013 eingesetzt hat“, freute sich Bürgermeister Roland Burger über den Baubeginn. Es sei viel diskutiert worden und es seien einige Kompromisse nötig gewesen. Der Standort sei keine freie Natur, aber ein zentraler Punkt. Viele hätten sich damit schwer getan, aber eine eindeutige Mehrheit sei für das Projekt. „Wir sind zu einer Lösung gekommen, mit der alle Seiten leben können, nicht zuletzt auch durch die Reduzierung der ursprünglich geplanten Höhe der 15 Silos von 21 Meter auf 18 beziehungsweise 14 Meter“, bilanzierte Burger.© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 13.09.2016

Wichtig für schnelle Hilfe im Notfall

Wichtig für schnelle Hilfe im Notfall

DIE NEUE 1,5 MILLIONEN EURO TEURE RETTUNGSWACHE DES DRK-KREISVERBANDES WURDE AM SAMSTAG OFFIZIELL IHRER BESTIMMUNG ÜBERGEBEN

Archivartikel25. Juli 2016 Autor: Uwe Büttner (ubü)

© Uwe Büttner

Tauberbischofsheim. Die neue Rettungswache in der Mergentheimer Straße in Tauberbischofsheim wurde am Samstag feierlich eingeweiht. Noch am Tag zuvor wurde hier mit Hochdruck an der Fertigstellung gearbeitet. Die Kosten für die Rettungswache, deren Bauzeit nur ein Jahr betrug, belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro, davon gab es rund 600 000 Euro Zuschuss vom Land Baden-Württemberg. Im Herbst ist ein Tag der offenen Tür für die Bevölkerung geplant. Für die musikalische Umrahmung sorgten Susanne Jahmann und Uli Nerger.ANZEIGEANZEIGE

Ein kleiner Rückblick

Der Präsident der DRK Kreisverbandes Tauberbischofsheim, Oskar Fuchs, freute sich bei der Begrüßung, dass nur eine Woche nach der Einweihung des neuen Trakts des am Krankenhau nun die Einweihung der neuen Rettungswache erfolgen konnte. „Alles für die Gesundheit und Rettung von Menschen in unserer Region“, meinte Oskar Fuchs. Der Kreisverband hatte alleine im vergangenen Jahr 13 000 Rettungseinsätze. Die alte Rettungswache hatte nicht mehr den heutigen Anforderungen genügt, meinte Fuchs. Und um diese zu erfüllen hätte man eine Menge tun müssen, um das im Altbestand hinzubekommen. So sei es einfacher und von den Kosten auch nicht höher gewesen, eine neue Rettungswache zu bauen.

Nach ersten Anträgen auf Zuschüsse in den Jahren 2012 und 2013 erfolgte schließlich eine Zusage für das Jahr 2014, die allerdings für dieses Jahr zu spät kam.

Schließlich gab es für 2015 erneute eine Zusage, so dass Architekt Paul Benz mit der Planung beginnen konnte. Die Bauarbeiten wurden von der Firma Boller Bau, die zur Freude des DRK alle Termine einhielt, durchgeführt.

In die neue Rettungswache hat der DRK Kreisverband rund 1,5 Millionen Euro investiert, vom Land Baden-Württemberg gab es einen Zuschuss von rund 600 000 Euro. Oskar Fuchs meinte, dass das Geld gut angelegt sei, denn es sei eine Investition in die Gesundheitsvorsorge und in die Mitarbeitermotivation. Die Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen, denn eine zeitgemäße Unterkunft sei genauso wichtig wie ein schnelles Ausrücken im Notfall.

Wichtig für das öffentliche Leben

Nach einer Gedenkminute für die Opfer von München sagte Bürgermeister Wolfgang Vockel, dass die Bedeutung der neuen Rettungswache für das öffentliche Leben wichtig sei. 13 000 Einsätze im Jahr zeugten von deren Dringlichkeit. Da sich das Gebäude auch im Hochwassergebiet befinde, regte Vockel an, hier den Hochwasserschutz zu verbessern. Er dankte allen am Bau Beteiligten und den Mitarbeitern des DRK, die die vielen großen und kleinen Aufgaben das ganze Jahr über übernehmen.

Von der neuen Rettungswache seien nun alle Einsatzziele gut zu erreichen. Das neue Schild an der Außenanlage weise nun auf die Bedeutung der Rettungswache hin. Für die zukünftige Begrünung gab es von der Stadt zur Einweihung einen Gutschein.

Der Landtagsabgeordnete Professor Dr. Wolfgang Reinhart (CDU) begann seine Ansprache mit einem Zitat des Gründer des Roten Kreuzes, Henry Dunant: „Zivilisation bedeutet sich gegenseitig zu helfen. Von Mensch zu Mensch, von Nation zu Nation.“ Die Maßnahme sei eine wichtig Investition in die Zukunft und dafür dankte er dem DRK-Kreisverband Tauberbischofsheim auch im Namen des Bundestagsabgeordneten Alois Gerig (CDU). Es sei beeindruckend was der Rettungsdienst leiste und alleine in Baden-Württemberg starte alle 20 Sekunden ein Rettungswagen. Was der Rettungsdienst leiste sei wichtig und das an 365 Tagen im Jahr und dafür benötige es den höchst möglichen Standard. Das Land wolle, dass das auch in Tauberbischofsheim so bleibt und deshalb unterstütze das Land das Bauvorhaben mit rund 600 000 Euro.

Die Segnung der neuen Rettungswache erfolgte durch Pfarrer Gerhard Hauk von der katholischen Kirchengemeinde und Pfarrer Gerd Stühlinger von der evangelischen Kirchengemeinde. Beide Geistlichen freuten sich, diese Segnung durchführen zu können.

Die symbolische Schlüsselübergabe erfolgte durch Michael Boller an die Kreisgeschäftsführerin Manuela Grau und den Leiter des Rettungsdienstes Hilmar Keller. Michael Boller bedankte sich bei seinem Team, das für einen reibungslosen und unfallfreien Bauverlauf gesorgt hatte. Sein Dank galt auch den Subunternehmern, die tolle Arbeit geleistet hätten. Alle beteiligten Firmen waren aus der Region. Er wünschte der neuen Rettungswache und dem darin arbeitenden Team alles Gute und wenig Einsätze.

Kein alltäglicher Vorgang

Manuela Grau, die Geschäftsführerin des Kreisverbandes Tauberbischofsheim, sagte, dass die Einweihung einer neuen Rettungswache in der heutigen Zeit kein alltäglicher Vorgang sei. Sie bedankte sich bei allen Beteiligten die während der Bauphase mit Rat und Tat zur Seite standen. Allein in der Woche der Eröffnung wurde noch vieles geleistet und das war wirklich eine starke Leistung meinte die Geschäftsführerin. Ganz besondere Dankesworte richtete sie an alle Mitarbeiterinnen, Helferinnen und Helfer, die den Tag der Einweihung vorbereitet und ermöglicht hatten und sagte: „Ihr seid wirklich ein tolles Team und wir können stolz sein auf unsere Leistungen.“ Im Namen des Kreisverbandes wünschte sie Rettungsdienstleiter Hilmar Keller und dem Wachenleiter Michael Schäfer mit seinen Mitarbeitern ein gutes Gelingen in der täglichen Arbeit und zum Wohle der Bevölkerung.

Nach den Ansprachen wurde zur Übergabe gemeinsam ein Band durchschnitten, danach gab es einen Rundgang durch die neue Rettungswache.© Fränkische Nachrichten, Montag, 25.07.2016

Tauberbrücke in Distelhausen

Tauberbrücke in Distelhausen

TAUBERBRÜCKE IN DISTELHAUSEN: FEIERLICHE ÜBERGABE DES FÜR ÜBER EINE MILLION EURO SANIERTEN BAUWERKS / DENKMALSCHUTZ LIESS EINEN NEUBAU NICHT ZU

Sanierung war die „zweitbeste Lösung“

Von unserem Mitarbeiter Uwe Büttner

Mit dem Durchschneiden des Bands durch Ortsvorsteher Lothar Lauer, Bürgermeister Wolfgang Vockel und MdL Wolfgang Reinhart wurde die sanierte Tauberbrücke in Distelhausen offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

© Büttner

Im Rahmen des Distelhäuser Feuerwehrfests wurde die sanierte Tauberbrücke feierlich übergeben. Die Gesamtkosten für die Sanierung betrugen rund eine Million Euro.

Distelhausen. Die Jugendfeuerwehr begrüßte die Gäste des Festakts mit Wasserfontänen über die Tauberbrücke. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch die Musikkapelle. Bürgermeister Wolfgang Vockel ließ in seiner Ansprache die Sanierung noch einmal Revue passieren.

Am Anfang stand die grundsätzliche Entscheidung, ob das Bauwerk saniert oder abgebrochen und durch eine stützenfreie Brücke ersetzt werden sollte. Bürgermeister Vockel meinte hierzu: „Aus wirtschaftlichen und funktionalen Gründen wäre es zweckmäßig und sinnvoll gewesen, die Brücke zu ersetzen. Sie steht denkbar ungünstig zur Fließrichtung, behindert einen guten Abfluss und wirkt wie ein Rechen.“ Aber die Alternative, eine neue Brücke zu errichten, sei aus denkmalpflegerischen Gründen vom Land verworfen worden. Deshalb sei die sehr kostenintensive Sanierung notwendig gewesen.

Historische BogenbrückeDas Landesdenkmalamt habe die Tauberbrücke 1988 in die Liste der Kulturdenkmäler aufgenommen: „Das Bauwerk stellt ein gutes Beispiel für die architektonisch anspruchslosen und ganz auf Solidität berechneten ländlichen Steinbrücken dar. Es handelt sich überdies um eine der wenigen überlieferten historischen Bogenbrücken über die Tauber. An der Erhaltung der Brücke besteht deshalb ein öffentliches Interesse aus wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Gründen“, heißt es in der Beschreibung

Gerade die letzten Tage mit nur einem mäßig erhöhtem Pegelstand zeigten jedoch auch die Probleme wieder einmal deutlich auf: Wenn die Tauber Hochwasser führt, sammelt sich vor den Pfeilern in sehr großen Mengen Treibgut aller Art, das arbeitsintensiv und kostenaufwendig entfernt werden muss. Diese Problematik führte auch Bernhard Sprotte an, der in seinem Buch „Aus der Geschichte der Tauberbrücken“ das Bauwerk in Distelhausen als „ungewöhnliche, schiefe Brücke“ bezeichnet. Normalerweise würden Brücken rechtwinklig zur Flussrichtung gebaut. „Dieses ungewöhnliche Gebilde ist für den Wasserabfluss so ungeschickt angelegt, dass schon bei kleinen Anschwellungen des Flusses die Weganschlüsse überflutet werden. Die auftretenden Hochfluten benehmen sich so, als wäre gar keine Brücke da.“

Die Rekonstruktion der Historie der Brücke sei lückenhaft, da die Gemeindeunterlagen von vor 1909 bei einer Erfassung des Ortschaftsarchivs von Distelhausen 1968 als verschollen gemeldet wurden. Die heutige Tauberbrücke wurde um 1813 erbaut. Das Landesdenkmalamt geht von mehreren Bauphasen aus, da die Brücke uneinheitliche Scheitelhöhen und Bogenkrümmungen besitzt.

Für die Stadt Tauberbischofsheim sei die Sanierung daher nur die zweitbeste Lösung, da die Praktikabilität gegenüber dem Denkmalschutz zurücktreten musste. Für die Förderung des Projekts dankte Vockel dem Land, wie allen Beteiligten an diesem Projekt für deren konstruktive Mitwirkung.

Der Landtagsabgeordnete und CDU-Fraktionsvorsitzende Professor Dr. Wolfgang Reinhart gratulierte zu der „Investition in die Zukunft“ und sprach der Stadt sein Kompliment für die Umsetzung der Sanierung der historischen Tauberbrücke aus.

Ortsvorsteher Lothar Lauer sagte in seinem Grußwort, dass es für die Distelhäuser Bevölkerung ein besonderer Tag sei und man mit dem Ergebnis zufrieden sein könne.

Nach der Segnung durch Kaplan Rainer Warneck und einem gemeinsamen Gebet mit Pfarrer Gerd Stühlinger war der offizielle Teil des Festakts, an dem auch zahlreiche Distelhäuser Bürger teilnahmen, beendet.

© Fränkische Nachrichten, Montag, 06.06.2016

Chronologie der Sanierung der Tauberbrücke in Distelhausen

Anfang 2012 erfolgte eine Antragsstellung auf Investitionshilfe aus dem Ausgleichstock beim Regierungspräsidium und die Antragsstellung auf denkmalschutzrechtliche Genehmigung.

Im August 2012 wurde ein Bewilligungsbescheid in Höhe von 350 000 Euro aus dem Ausgleichstock erteilt. Im Oktober 2013 erfolgte ein Bewilligungsbescheid in Höhe von 6440 Euro von der Denkmalspflege.

Die Ausschreibung für die Sanierungsmaßnahme erfolgte 2013. Im Juni 2014 begannen die Arbeiten mit dem Bau der Dämme zur Trockenlegung der Brückenpfeiler. Die Ortsgruppen des Technischen Hilfswerks Pfedelbach und Wertheim errichteten am 13. und 14. Juni 2014 auf Höhe des Vereinheims des Distelhäuser Sportvereins eine Behelfsbrücke für Radfahrer und Fußgänger.

Bei der Baukonstruktion wurden insgesamt neun Bohrpfähle gesetzt. Die Sanierung des bestehenden Mauerwerks erfolgte durch Neuverfugung und Rückverankerung der Natursteine.

Im westlichen Teil des 1907 erbauten Brückenfelds erfolgte eine Betonsanierung. Der neue Oberbau der Brücke erhielt unter Berücksichtigung von Belangen des Denkmalschutzes eine neue Stahlbetonplatte und neue zeitgemäße Zierstabgeländer.

Die Ausführung erfolgte in zwei Bauabschnitten mit der jeweiligen Trockenlegung des Baufelds durch Fangdämme.

Die Arbeiten an der Mauer waren Ende Januar abgeschlossen. Im September 2015 war die Montage des neuen Brückengeländers abgeschlossen.

Die Gesamtbaukosten betrugen rund 1 015 000 Euro. Die Bauleitung lag beim Ingenieurbüro Mütsch in Tauberbischofsheim. Die Tragwerksplanung erfolgte durch die Architekten und Ingenieure Gey & Partner Tauberbischofsheim. Die Bauarbeiten wurden von der Firma Boller Bau Distelhausen durchgeführt. Der Bau und Einbau des Brückengeländers erfolgte durch die Firma Metallbau Scherer in Boxberg. ubü

Kläranlage Eberstadt

Kläranlage Eberstadt

KLÄRANLAGE EBERSTADT: BAUARBEITEN FÜR DAS 2,25-MILLIONEN-EURO-PROJEKT LIEGEN FAST IM ZEITPLAN / KLEINE WITTERUNGSBEDINGTE VERZÖGERUNGEN

Baugrube wurde zusätzlich gesichert

Von unserem Redaktionsmitglied Olaf Borges

Der Neubau der Kläranlage Eberstadt geht zügig voran. Trotz kleiner witterungsbedingter Verzögerungen will man wie geplant bis August 2017 mit den Bauarbeiten fertig sein.

Zusätzliche Sicherungsmaßnahmen wegen des Wetters und der Bodenverhältnisse waren beim Baugrubenaushub der Eberstadter Kläranlage nötig.

© Borges

EBERSTADT. Der Neubau der Kläranlage Eberstadt, des laut Bürgermeister Roland Burger momentan wichtigsten Bauvorhabens der Stadt Buchen im abwassertechnischen Bereich, geht gut voran und liegt nahezu im Zeitplan. Dies erklärte Hubert Kieser, Leiter des Fachbereichs Technische Dienste, auf FN-Anfrage.

Es habe kleine witterungsbedingte Verzögerungen gegeben, die aber keinen Einfluss auf die geplante Fertigstellung im August 2017 hätten. Aufgrund des Wetters und der Bodenverhältnisse seien beim Baugrubenaushub durch die Firma Boller Bau zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich gewesen.

Die Bodenplatte sei betoniert, nun gehe es in die Höhe. Die tiefe Grube, die sich derzeit dem Betrachter offenbart, sei der Beckentiefe geschuldet. Das Gesamtbauwerk liege nach Fertigstellung in normaler Höhe.

Ausschreibung wird vorbereitet

Ende Juli sollen Arbeiten und Ausrüstung für Maschinen- und Elektrotechnik vergeben werden. Die Ausschreibungen würden gerade vorbereitet. Umgesetzt werde diese Maßnahme aber erst Ende des Jahres beziehungsweise im nächsten Jahr, bis dahin dauere der Rohbau.

Bezuschusst wird das Projekt durch das Land mit 949 000 Euro. Die Erd-, Kanal- und Betonarbeiten, die derzeit laufen, wurden an die Firma Boller Bau aus Distelhausen zum Angebotspreis von 743 000 Euro vergeben.

Gebaut wurde die bestehende Kläranlage 1970 und war damals für 690 Einwohner ausgelegt. Zwischenzeitliche, weitere Anschlüsse wie das Sanatorium an der Höhle, das Besucherzentrum Tropfsteinhöhle und die Gaststätte „Seeterrasse“ haben dazu geführt, dass die vorhandene Frachtbelastung deutlich über der Auslegung der Kläranlage liegt.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 02.06.2016